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Bildung als Ermutigung in unserer Leistungsgesellschaft

26.09.2013, Text: Karin Schräfl, Forum Katholischer Erwachsenenbildung
Die diesjährige Tagung der KEBÖ war geprägt vom Thema Leistungsgesellschaft als Prämisse für die moderne Erwachsenenbildung.
  • Logo: (C) KEBOE
    Jahrestagung der KEBÖ: Bildung in Krisenzeiten als Kraftquelle
Am 23. September fand die heurige Jahrestagung der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) unter dem Titel "Bildung als Ermutigung in einer Gesellschaft zwischen Anspruch und Erschöpfung" im Kardinal König Haus in Wien statt.

Inhalte der Tagung
Bildungsministerin Claudia Schmied nahm ihre Grußworte zum Anlass, die gute Zusammenarbeit der KEBÖ mit dem BMUKK hervorzuheben: "Die KEBÖ ist wesentliche Partnerin des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur bei bildungspolitischen Vorhaben", so Ministerin Schmied bei ihrer Eröffnungsrede. Besonderer Stellenwert komme dabei dem Beitrag der KEBÖ zum lebensbegleitenden Lernen zu, dies sichere "Chancengerechtigkeit in allen Lebensphasen", so Schmied weiter.

Den inhaltlichen Mittelpunkt der Tagung prägten zwei Vorträge namhafter Persönlichkeiten: Manfred Prisching (Universität Graz) sah in seinem Referat die moderne Gegenwartsgesellschaft, in der - wie er konstatierte - Wohlstand, Leistung und sozialer Reichtum zunehmend an Bedeutung gewinnen, durchaus kritisch. Daraus resultiere aber letztlich enormer Druck auf den Einzelnen, der vielfach nicht mehr bewältigt werden könne - hoch sei daher auch die Zahl der psychischen Erkrankungen.

Clemens Sedmak (Kings College London und Universität Salzburg) rückte hingegen das Potential von Bildung, gerade in Krisenzeiten, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Sein Vortrag ging dem Motiv von "Bildung als Kraftquelle" anhand von Beispielen nach. Dabei versteht er Bildung im umfassenden Sinne auch als "Herzensbildung", also das Erlernen der Fähigkeit zur Liebe und rückt damit die soziale und zwischenmenschliche Dimension deutlich in den Vordergrund.

Resümee der Tagung
"Sehr erfreulich war die hohe Zahl der TeilnehmerInnen und KollegInnen aus den Erwachsenenbildungseinrichtungen. Ein 'Metathema' wie das Thema dieser Tagung ist nicht sofort in die tägliche Arbeit umsetzbar. Es gibt aber wichtige, längerfristige Impulse", so Hubert Petrasch, derzeitiger Vorsitzender der KEBÖ und Bundesgeschäftsführer im Forum Katholischer Erwachsenenbildung.

 

Was ist die KEBÖ?

Die Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs ist die Arbeitsplattform der im Erwachsenenbildungs-Förderungsgesetz von 1973 anerkannten Österreichischen Erwachsenenbildungsverbände. Die in der KEBÖ vertretenen Bundes-Verbände sind autonom, nicht gewinnorientiert und leisten österreichweit kontinuierliche und planmäßige Bildungsarbeit. Allein 2012 wurden über 220 000 Veranstaltungen von der KEBÖ organisiert. Dabei konnten mehr als drei Millionen Teilnahmen gezählt werden.

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