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Neuer UNESCO-Aktionsrahmen für Lebenslanges Lernen

18.07.2022, Text: Lucia Paar, Redaktion/CONEDU
Vertreter*innen der UNESCO-Mitgliedsstaaten trafen sich zur 7. Internationalen Konferenz zur Erwachsenenbildung (CONFINTEA VII) und verabschiedeten den Aktionsrahmen von Marrakesch.
  • Podium mit Vertreter*innen der UNESCO-Mitgliedsstaaten. Foto: CC BY NC SA,  UNESCO Institute for Lifelong Learning, DSC_0113, https://www.flickr.com/photos/unesco/
    Das Podium bei der 7. Internationalen Konferenz zur Erwachsenenbildung.
Von 15. bis 17. Juni kamen über 1000 Teilnehmende zur 7. Internationalen Konferenz zur Erwachsenenbildung (CONFINTEA VII) zusammen. Vertreter*innen der UNESCO-Mitgliedsstaaten diskutierten darüber, wie Erwachsenenbildung bei gesellschaftlichen Herausforderungen, wie bei der Klimakrise oder im Kontext des technologischen Wandels unterstützen kann.

Aktionsrahmen für lebenslanges Lernen verabschiedet

Im Rahmen der Veranstaltung haben die Teilnehmenden den Aktionsrahmen von Marrakesch (PDF) verabschiedet. Damit verpflichten sich Vertreter*innen aus über 140 Ländern, Lebenslanges Lernen bis 2030 zu unterstützen und entsprechende Maßnahmen zu setzen. Der Aktionsrahmen ersetzt den vorangegangenen Aktionsrahmen von Belém, den die UNESCO-Mitgliedsstaaten 2009 auf der CONFINTEA VI verabschiedet haben.

Höhere Finanzierung für Erwachsenenbildung

Eine Maßnahme im Kontext des Aktionsrahmens ist eine höhere Finanzierung von Erwachsenenbildung. Z.B. bekennen sich die Länder-Vertreter*innen dazu, die öffentlichen Ausgaben für Erwachsenenbildung zu erhöhen und die international vereinbarten Benchmarks zu erreichen. Diese sehen vor, dass 4-6% des BIP oder 15-20% der öffentlichen Ausgaben für Bildung einzusetzen sind.

Inklusion fördern

Außerdem sprechen sich die Länder für mehr Inklusion aus. So soll sich etwa das Augenmerk auf Erwachsene richten, die derzeit nicht mit Bildung erreicht werden. Dazu wollen die Mitgliedsländer aufsuchende und beratende Angebote fördern, um für Lernmöglichkeiten zu sensibilisieren und die Teilnahme sowie die Motivation der Lernenden zu erhöhen.

Fokus auf vielfältige Lernbereiche setzen

Angesichts aktueller Herausforderungen möchten die Länder auch verschiedene Lernfelder verstärkt fördern. Darunter:

  • Lese- und Schreibkompetenzen,
  • Lernen am Arbeitsplatz,
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung,
  • digitale Kompetenzen,
  • kritische Medienkompetenz,
  • Global Citizenship Education und
  • Gesundheitskompetenzen.

Über CONFINTEA

Die Internationale Konferenz zur Erwachsenenbildung (CONFINTEA) ist eine zwischenstaatliche Konferenz der UNESCO für den politischen Dialog über Erwachsenenbildung und -lernen.

Die Konferenz dient den UNESCO-Mitgliedsländern dazu, die Entwicklungen im Bereich der Erwachsenenbildung aufzuzeigen und Leitlinien für ihre weitere Förderung abzustimmen. Die CONFINTEA findet seit 1949 alle 12 bis 13 Jahre statt.

 

Die siebte Internationale Konferenz über Erwachsenenbildung (CONFINTEA VII) fand im Juni 2022 im Königreich Marokko statt.

Sie beschäftigte sich mit politischen Programmen für Erwachsenenbildung aus der Perspektive des Lebenslangen Lernens und im Rahmen der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs).

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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