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BFI Kärnten eröffnet Cyberfactory

17.06.2022, Text: Michaela Schneider, BFI Österreich
Das BFI Kärnten forciert Aus- und Weiterbildungen für die Industrie 4.0 und baute dazu den Standort St. Stefan im Lavanttal aus.
  • Drei Personen in der Produktionsstraße der Cyberfactory des BFI Kärnten Foto: Alle Rechte vorbehalten, Helge Bauer/BFI Kärnten, In der Produktionsstraße der Cyberfactory, auf erwachsenenbildung.at
    Die Cyberfactory bietet innovative Qualifizierungen für die Industrie 4.0.
  • Junger Mann an einem der modern ausgestatteten Schulungsplätze der Cyberfactory des BFI Kärnten Foto: Alle Rechte vorbehalten, Helge Bauer/BFI Kärnten, Digitalisierung ist ein Schwerpunkt in der Cyberfactory, auf erwachsenenbildung.at
    Die Cyberfactory punktet mit modern ausgestatteten Schulungsplätzen.

Cyberfactory nimmt Betrieb auf

Nach einem knappen Jahr Bauzeit und einer Investition von 2,7 Mio. Euro ist die Cyberfactory des BFI Kärnten in St. Stefan im Lavanttal fertig. Bei der Eröffnung am 12. Mai 2022 präsentierte sich die Modellfabrik mit modernsten Schulungsmöglichkeiten im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0. „Die Veränderungen in der Berufswelt durch die fortschreitende Digitalisierung bringen auch neue Aufgabenfelder, Abläufe und Techniken mit sich, die wiederum neue Qualifikationen, zusätzliche Fertigkeiten und Kenntnisse erfordern. Auf diese Anforderungen haben wir reagiert“, betont Gottfried Pototschnig, Geschäftsführer des BFI Kärnten.

Flexible Fertigungsstraße für vernetzte Produktion

Zu Aufbau und Nutzen der Cyberfactory führt Peter Funk, Technischer Leiter, aus: „Die Cyberfactory ist eine physische Fertigungsstraße, die nach einem modularen Baukastensystem aufgebaut ist. Die verschiedenen Produktionszellen sind entsprechend der Industrie 4.0 vielfältig vernetzt. Dies eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für Aus- und Weiterbildung sowie für Forschung. Bedingt durch die Bauweise sind die Produktionszellen komplett flexibel und lassen sich ohne Einsatz von schweren Werkzeugen einfach nach neuen Ideen oder Produktionsanforderungen anpassen oder erweitern. Die elektrischen, mechanischen und informationstechnischen Schnittstellen sind nach den neuesten Industriestandards bei allen Modulen immer gleich und ermöglichen erst diese Flexibilität der Produktionsstraße.“

Was die Cyberfactory für die Bildung bringt

Aktuelle wie künftige Qualifizierungsbedarfe der Industrie lassen sich in der Cyberfactory von Umfang und Niveau her flexibel abdecken. Das können ganze Ausbildungen sein oder einzelne, auch individuell kombinierbare Module. Dabei kann es sich um Basis- oder Zusatzqualifikationen für Lehrlinge handeln, um Weiterbildungen oder Spezialschulungen für MitarbeiterInnen von Unternehmen oder um Bachelor- und Masterarbeiten von Studierenden. „Dadurch, dass mit der Cyberfactory komplexe Prozesse – von der Auftragsvergabe über die verschiedenen Produktionsschritte bis hin zur Lagerung und Auslieferung – sowie alle zugrundeliegenden und begleitenden Prozesse abgebildet werden können, ist sie ein perfektes Lern- und Simulationsumfeld, um reale industrielle Prozesse nachzubilden bzw. zu erlernen“, erklärt Pototschnig.

Auch andere BFIs setzen auf Industrie 4.0

Das BFI Kärnten ist nicht das einzige Berufsförderungsinstitut, das verstärkt auf die Anforderungen der Industrie 4.0 reagiert. Schon 2017 eröffnete das BFI Steiermark in Deutschlandsberg ein Robotik-College mit hochmoderner Schulungsinfrastruktur und qualifiziert dort seit Jahren erfolgreich Fachkräfte in innovativen Aus- und Weiterbildungen. 2020 folgte das Smart Education Center (SEC) in Leoben, das erste überhaupt in Österreich. Ausbildungsschwerpunkte sind auch dort Automatisierung und Digitalisierung für die Industrie 4.0 und ihre Smart Factory, wobei sich das SEC ständig weiterentwickelt.

BFI steht für Arbeitsplätze, gegen den Fachkräftemangel

Was diese Kompetenzzentren, aber auch kleinere Initiativen und einschlägige Industrie-4.0-Kurse – z. B. am BFI Tirol – verbindet, ist, dass die BFIs mit ihren Bildungsangeboten den Fachkräftemangel lindern. Damit unterstützen sie einerseits die Wirtschaft; andererseits eröffnen sie Menschen nachhaltige Perspektiven am Arbeitsmarkt und fördern die berufliche Entwicklung von ArbeitnehmerInnen in einer Zeit massiven technologischen Wandels.

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