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E-Learning unter der Gleichstellungsbrille: Eine Praxisstudie des AMS

11.11.2021, Text: Rene Sturm, AMS Forschungsnetzwerk
Eine Studie im Auftrag des AMS Österreich untersuchte genderspezifische Konsequenzen des durch die Corona-Krise forcierten Einsatzes von E-Learning in den Qualifizierungsmaßnahmen des AMS.
  • Geöffneter Laptop auf einem Stapel Hefte und Bücher Foto: Pixabay Lizenz, sweetlouise, https://pixabay.com
    E-Learning unter der Gleichstellungsbrille: Eine aktuelle Studie
Der März 2020 stellte für viele Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsbereiche eine Zäsur dar: Dieser und auch die weiteren Lockdowns, die zur Verhinderung der Ausbreitung von COVID-19 gesetzt wurden, haben massive Auswirkungen auf das gesellschaftliche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben nach sich gezogen – Auswirkungen, die in ihrer ganzen Bandbreite noch gar nicht fassbar sind und u.a. Aus- und Weiterbildung betreffen.

Genderblick auf Umstellungen im Aus- und Weiterbildungsbereich

Ein Teilaspekt der Lockdowns war im Aus- und Weiterbildungsbereich die für viele erzwungene Umstellung von Präsenz- auf Online-Angebote – dies hat Schulen ebenso betroffen wie Hochschulen wie auch sämtliche bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Angebote, also auch jene des AMS. Die vorliegende Praxisstudie im Auftrag des AMS Österreich soll einen Gender-Blick auf die angesprochenen Veränderungen werfen und auf Basis der Erfahrungen der Lockdowns und der damit verbundenen Umstellung auf E-Learning und E-Counselling in arbeitsmarktpolitischen Angeboten erkunden, inwiefern diese für weibliche Teilnehmende zugänglich waren, welche Barrieren aufgetreten sind, welche positiven wie negativen Erfahrungen gemacht wurden und welche Schlussfolgerungen für eine Überführung der gemachten Erfahrungen in den Regelbetrieb der arbeitsmarktpolitischen Bildungs- bzw. Qualifizierungsmaßnahmen gezogen werden können.

Distance-Learning funktionierte dank Engagement der Trainer*innen und Teilnehmenden

Die Studie zeigt u.a., dass es zumeist gut funktioniert hat, in der Lockdown-Phase das Schulungs- und Beratungsangebot "in die Distanz zu verlagern". Insbesonders das große Engagement der Trainer*innen und die hohe Motivation vieler weiblicher Teilnehmenden waren dafür ausschlaggebend. Weitere Ergebnisse der Studie betonen die Wichtigkeit einer sinnvollen Abfolge zwischen E-Learning und Präsenz, das Wissen über die didaktischen Implikationen von E-Learning sowie die gemeinsame Reflexion des Lernfortschrittes und der erreichten Lernziele.

Weitere Informationen:
Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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