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ÖFEB feiert 20-jähriges Jubiläum

10.09.2020, Text: Jennifer Friedl, Redaktion/CONEDU
Bereits seit 20 Jahren setzt sich die ÖFEB für Kooperation und Vernetzung innerhalb der österreichischen Bildungsforschung ein. Eine Sektion widmet sich der Berufs- und Erwachsenenbildung.
  • Foto: Unsplash-Lizenz, Stephanie McCabe, http://unsplash.com
    Die Sektion für Berufs- und Erwachsenenbildung der ÖFEB blickt auf zahlreiche Erfolge zurück.
Am 31. März 2000 fand die Konstituierung der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB) in Wien und im Beisein von 16 Gründungsmitgliedern statt. Heute zählt die ÖFEB ca. 527 Mitglieder und teilt sich in sieben Sektionen. Eine davon ist die Sektion "Berufs- und Erwachsenenbildung". "Die Sektion repräsentiert einen wichtigen Bereich innerhalb des Lernens über die Lebensspanne, nämlich jenen des Lernens und der Bildung im Erwachsenenalter", so die Vorsitzende der Sektion, Monika Kastner (Universität Klagenfurt).

Eigene Sektion für die Berufs- und Erwachsenenbildung

Ziel der ÖFEB ist es, die Kooperation von AkteurInnen und Institutionen der Bildungsforschung zu stärken sowie FachkollegInnen und auch NachwuchsforscherInnen miteinander zu vernetzen. Die Gründung einer eigenen Sektion für die Berufs- und Erwachsenenbildung erfolgte im Jahr 2009 und zählt mittlerweile um die 100 Mitglieder. "Die Plattform einer wissenschaftlichen Gesellschaft hat hier erstmals Orte und Anlässe der Begegnung und des fachlichen Austauschs zwischen ForscherInnen geschaffen", so die Vorsitzende.

 

Aufgrund der anfänglichen Verankerung der ÖFEB im Bereich der Schulbildung ist die Etablierung einer Sektion für Erwachsenenbildung von besonderer Bedeutung für den Fachbereich: "In der öffentlichen Wahrnehmung wird Bildung oftmals verkürzt mit schulischem oder hochschulischem Lernen gleichgesetzt und Bildungsforschung mit Schule oder LehrerInnenausbildung verbunden", so Kastner. "Die breit und vielfältig ausgebauten Strukturen der Erwachsenenbildung sowie des beruflichen Lernens haben jedoch ihre eigene, leider recht fragmentierte und kleinteilig ausgebaute Forschungslandschaft".

Berufsbildungsforschungskonferenz, Werkstattgespräche und Sammelband

Bereits seit 2011 gestaltet die Sektion für Berufs- und Erwachsenenbildung das Format "Werkstattgespräch Weiterbildungsforschung" gemeinsam mit dem Österreichischen Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk für Erwachsenen- und Weiterbildung. "Dieses Format dient der Förderung von FachkollegInnen in Qualifizierungsphasen bzw. in facheinschlägigen Forschungsprojekten und insbesondere der Vernetzung von universitärer und außeruniversitärer Forschung", so die Vorsitzende der Sektion. Aktuell werde das Format von einer Initiativgruppe bestehend aus Philipp Assinger (Universität Graz), Irene Cennamo (Universität Klagenfurt), Daniela Savel (Österreichisches Volkshochschularchiv) und Stefan Vater (Verband Österreichischer Volkshochschulen) weiterentwickelt.

 

Zu weiteren Erfolgen der Sektion gehört die Mitveranstaltung der Österreichischen Berufsbildungsforschungskonferenz, die 2021 erstmals an der Universität Klagenfurt stattfinden wird. "Es ist für die Sektion eine Freude, die Umsetzung einer so erfolgreichen Konferenz als Partnerin unterstützen zu dürfen", so Kastner. Als Vorsitz des Programmkomitees fungiert Peter Schlögl, Professor an der Universität Klagenfurt im Arbeitsbereich Erwachsenenbildung und berufliche Bildung sowie Gründungsmitglied der Sektion.

Weiterer Sektionsband geplant

Im Jahr 2018 publizierte die damalige Sektionsleitung, bestehend aus Daniela Holzer (Universität Graz), Bettina Dausien (Universität Wien), Peter Schlögl (Universität Klagenfurt) und Kurt Schmid (ibw), den Sammelband "Forschungsinseln - Beobachtungen aus der österreichischen Erwachsenenbildungsforschung" in der ÖFEB-Reihe "Beiträge zur Bildungsforschung". Laut Kastner sondiert die aktuelle Sektionsleitung "Ideen und Optionen für einen weiteren Sektionsband, um fachliche Kooperation und Vernetzung sowie die Bündelung von Wissen weiter voranzutreiben".

Über die ÖFEB

Neben der Sektion für Berufs- und Erwachsenenbildung etablierten sich Sektionen für die Bereiche Elementarpädagogik, Empirische pädagogische Forschung, LehrerInnenbildung und -bildungsforschung, Medienpädagogik, Schulforschung und Schulentwicklung sowie Sozialpädagogik. Seit 2011 erscheint dreimal im Jahr die Zeitschrift für Bildungsforschung, in der mittlerweile über 140 Beiträge publiziert wurden. Neben der Förderung von NachwuchsforscherInnen betont die ÖFEB in einem Rundschreiben zum Jubiläum ihr Anliegen, Stellung zu beziehen und die Kommunikation mit Verantwortlichen aus dem Bereich der Bildungspolitik sowie -administration zu vertiefen. Ziel sei es, bildungspolitische Entwicklungen verstärkt an Erkenntnissen der Bildungsforschung auszurichten.

 
Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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