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Buchvorstellung: Interaktive Trainingsmethoden für Gruppen

13.05.2019, Text: Una Ponsold, Redaktion: Online-Redaktion
In zwölf Kapiteln stellen die AutorInnen Methoden für berufliches, interkulturelles und politisches Lernen in Gruppen vor.
  • Foto: CC BY, Una Ponsold, auf erwachsenenbildung.at
    Neben den Methoden finden TrainerInnen im Buch auch Informationen, welche Materialien sie für die Umsetzung benötigen.
Ausgehend von der These, dass Lernen erst durch Prozesse der Reflexion und eine situierte Einbettung erfolgreich sein kann, versammeln die AutorInnen Thiagarajan, Gisevius, van den Bergh und Kehrbaum im Band "Interaktive Trainingsmethoden 2" Übungen, die diesem Anspruch gerecht werden. Geeignet sind die Methoden sowohl für Seminare und Tagungen, als auch für den Einsatz in Schulklassen.

Interaktives Lernen vom Seminarbeginn bis zum Seminarabschluss

Die interaktiven Methoden der ersten sieben Kapitel orientieren sich an den Phasen eines Seminars. Im ersten Kapitel finden TrainerInnen interaktive Methoden für den Seminareinstieg – zum Beispiel zu den Themen Erwartungen und Befürchtungen abklären, Vorstellen und Kennenlernen. Im zweiten Kapitel stellen die AutorInnen sogenannte "Wachrüttler" vor, also Methoden, die die TeilnehmerInnen zur Reflexion anregen sollen und aktivierend sind. Methoden, die sich für eine interaktive Themenbearbeitung eignen, thematisieren die AutorInnenim dritten Kapitel. Dabei stehen die persönlichen Einstellungen und Erfahrungen der Teilnehmenden und der gegenseitige Austausch eben dieser im Mittelpunkt. Danach geht es um Methoden zum interaktiven Geschichtenerzählen und darum, wie man einen Frontalvortrag in ein interaktives Setting verwandeln kann. Für einen Großteil der Übungen führen die AutorInnen mögliche Nachbesprechungs- und Reflexionsfragen an. TrainerInnen finden im sechsten Kapitel Methoden dazu, wie sie diese Fragen mit den TeilnehmerInnen interaktiv bearbeitet können. Anschließend zeigen die AutorInnen, wie man einen guten Seminar-Abschluss findet.

Trainingsmethoden: Diversität als Chance erleben

In den letzten Kapiteln finden TrainerInnen Methoden zu spezifischen Themen wie Interkulturalität, Vielfalt, Problemlösen und Online-Lernen.
Im Kapitel "Interkulturelles Lernen" stellen die AutorInnen zum Beispiel Methoden vor, die die TeilnehmerInnen eines Seminars dazu anregen, ihre eigenen Einstellungen und Vorstellungen zu reflektieren und die Toleranz gegenüber anderen zu stärken. Die vorgestellten Übungen sollen dabei unterstützen, Kommunikationsunterschiede kennenzulernen und kulturelle Empathie zu entwickeln. In der Übung "Wer spricht mehr, wer weniger?" können Lernende beispielsweise erleben, wie es sich anfühlt, in einem Land zu leben, in der die Landessprache nicht die eigene Erstsprache ist.

Hinweise zum Einsatz der Methoden

Bei jeder Methode finden sich zahlreiche Hinweise dazu, wie TrainerInnen diese in der Praxis einsetzen können. Die AutorInnen beschreiben Ziele, den Ablauf sowie den Zeitaufwand und geben an, für wie viele TeilnehmerInnen die jeweilige Methode geeignet ist. TrainerInnen finden außerdem Informationen, welche Materialien sie für die Umsetzung benötigen. Auch Kopiervorlagen für Handouts sind enthalten. Übungen, die sich auch für große Gruppen eignen, sind extra gekennzeichnet.

 

Thiagarajan, S./Gisevius, A./van den Bergh, S./Kehrbaum, T. (2019): Interaktive Trainingsmethoden 2. Thiagis Aktivitäten für berufliches, interkulturelles und politisches Lernen in Gruppen. Frankfurt: Wochenschau Verlag, EUR 29,90 (E-book: EUR23,99), ISBN: 978-3-7344-0628-7.

Weitere Informationen:
Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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