„Für demokratiepolitische Bildung ist Erwachsenenbildung essentiell“
Erwachsenenbildung soll Medienkompetenz und Demokratieverständnis fördern
In einer hoch medialisierten Gesellschaft sei es immer schwieriger, zwischen seriösen Nachrichten und „Fake News" zu unterscheiden, schreibt Bisovsky im Editorial der Zeitschrift. Erwachsenenbildung sei essentiell, um Medienkompetenz und demokratiepolitische Bildung zu fördern, zitiert er ein Interview mit dem Politologen Peter Filzmaier.
Beiträge: Von der Krise der Demokratie bis zur Diskriminierung Bildungsbenachteiligter
Politologin Stefanie Wöhl diskutiert in der aktuellen Ausgabe die „Krise der Demokratie". Markus Pausch, ebenfalls Politologe, setzt sich mit Politischer Bildung vor dem Hintergrund der Entwicklungen in der Europäischen Union auseinander.
Mit „Demokratiepolitischer Bildung" sowohl in grundsätzlichen Ausführungen als auch in ihrer praktischen Umsetzung befassen sich Florian Kerschbaumer von der Donau Universität Krems, Martin Klemenjak von der Fachhochschule Kärnten, Heinz Pichler von der Kammer für Arbeiter und Angestellte Kärnten und Katharina Zimmerberger von den Kärntner Volkshochschulen.
Populismus und seine Bedeutung für die Erwachsenenbildung analysiert der Soziologe und VÖV-Mitarbeiter Stefan Vater. Einen kritischen Blick auf die Diskriminierung bildungsbenachteiligter Erwachsener wirft die Erziehungswissenschaftlerin Monika Kastner. ORF-Anchorman Armin Wolf spricht in seiner Dankesrede zur Verleihung des Axel-Corti-Preises über die Bedeutung eines kritischen Journalismus für die Demokratieentwicklung.
VÖV-Generalsekretär Gerhard Bisovsky analysiert die Angebote der Volkshochschulen zur demokratiepolitischen Bildung und gibt konkrete Anregungen für die Programmplanung. Anschauliche Beispiele sind auch die von der Gesellschaft für Politische Bildung geförderten Kleinprojekte. Ein Beitrag von Christian H. Stifter vom Österreichischen Volkshochschularchiv behandelt das Verhältnis von Demokratie und Volksbildung um 1900.
In der Rubrik „Bildungsthemen" berichtet Giselheid Wagner, Pädagogische Mitarbeiterin der Weiterbildungsakademie Österreich (wba) über „Peer Review" als ein Modell der Qualitätssicherung in Validierungsprozessen und Karin Reisinger, Leiterin der wba, schreibt über eine von Cedefop veranstaltete Konferenz, die sich vorrangig mit der Validierung für Niedrigqualifizierte und MigrantInnen befasst hat.
Berichte aus den Volkshochschulen, Personalia und mehrere Rezension, kompetent verfasst von Werner Lenz, em. Universitätsprofessor, finden sich ebenfalls in dieser Ausgabe der ÖVH.
- ÖVH – Die Österreichische Volkshochschule, Ausgabe 261, Juni 2017
- „Lasst die Feinde links liegen, bildet Allianzen mit euren Freunden"
wEBtalk zum Thema Demokratielernen vom 8.11.2016 - Demokratielernen. Eine Vielfalt von Fähigkeiten und eine Frage der Übung.
Magazin erwachsenenbildung.at, Ausgabe Nr. 28, Juni 2016
Quelle: Herausgebermitteilung des VÖV, red. bearb. u. erg.
Verwandte Artikel
![]()
#ebcamp26: Zwei Tage Austausch über Digitalisierung in der EB
Zum 8. Mal fand am 5. und 6. Mai 2026 das #ebcamp statt. In dem von der KEBÖ und dem bifeb veranstalteten Online-Barcamp zum Thema „Digitalisierung in der Erwachsenenbildung“ tauschte man sich zu einer Vielfalt an Themen aus.![]()
Erwachsenenbildung und sprachliche Teilhabe im Asyl- und Polizeikontext
Der Lehrgang „Dolmetschen im Asyl- und Polizeibereich“ zur Professionalisierung von Laiendolmetscher*innen in sensiblen Bereichen wie Asyl- und Polizeiwesen ist ein demokratiepolitisch und gesellschaftlich relevantes Mittel der Partizipation mit erwachsenenbildnerischer Ausrichtung.![]()
Partizipation in Demokratien stärken: Das Spiel mit den Gefühlen
Studien zeigen, dass sich in Österreich ein Demokratiedefizit abzeichnet. Bürger*inneräte und Community Medien sind anschauliche Beispiele wie dem entgegengewirkt werden könnte, sie mobilisieren Freude am Lernen.![Frau erklärt vor einer Wand mit aufgepinnten Buchblättern.]()
Wie der Froschkönig das österreichische Recht erklärt
Uli Zimmermann, Kursleiterin an der VHS Wien, hat für den Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ Unterrichtsmaterialien rund um das österreichische Recht entwickelt und erhielt dafür den Ludo-Hartmann-Preis.![]()
„Frieden schaffen“ ist ÖGPB Schwerpunktthema 2026
Das Schwerpunktthema der ÖGPB Projektförderung 2026 widmet sich den verschiedenen Aspekten von Krieg und Frieden. Projekte zu diesem oder anderen Themen der politischen Erwachsenenbildung können ab 15. Jänner eingereicht werden.![]()
Demokratiewerkstatt zu politischen Beteiligungsmöglichkeiten
Im Oktober diskutierten Teilnehmende eines Workshops in Graz über politische Beteiligungsmöglichkeiten jenseits des Wahlrechts, wie etwa Bürger*inneninitiativen, Volksbegehren, politischen Aktivismus oder Nachbarschaftshilfe.





