Tanz der Moleküle als Methode der Gruppenbildung
Atome verbinden sich zu Molekülen
Zu Beginn erklärt die Trainerin/der Trainer den Ablauf der Methode: Jede/r TeilnehmerIn stellt ein Atom dar und bewegt sich frei im Raum. Auf Kommando der Trainerin/des Trainers müssen sich die einzelnen Atome zu Molekülen zusammenfinden. Dabei gibt es verschiedene Variationsmöglichkeiten: beispielsweise kann eine Zahl genannt werden, die die Anzahl der Atome im Molekül angibt.
Klappt diese Grundvariante, kann man erschwerende Bedingungen hinzufügen: Etwa erhalten die TeilnehmerInnen verschiedenfärbige Post-Its und es darf jede Farbe fortan nur noch einmal im Molekül vorhanden sein. Eine andere Möglichkeit besteht darin, jede/r TeilnehmerIn eine Zahl zuzuweisen, die er/sie mit den Zahlen der anderen "Atome" zu einem Molekül mit einer geraden Gesammtsumme addieren muss.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Da die Methode in verschiedenen Varianten durchgeführt werden kann, ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Laufe einer Bildungsveranstaltung. Am Beginn eines Seminars oder Trainings kann die Methode als Eisbrecher eingesetzt werden. Kennen sich die TeilnehmerInnen noch überhaupt nicht, kann die Aktivität mit einem "Namensspiel" kombiniert werden. Beispielsweise kann man die TeilnehmerInnen bitten, sich zu Molekülen zusammenzufinden, die einen Buchstaben im Vornamen teilen oder bei denen die Summe der Buchstaben im Vornamen eine gerade Zahl ergibt. Auch eine Einbindung von äußerlichen Merkmalen (z.B. jedes Molekül soll zumindest eine/n BrillenträgerIn enthalten) oder soziometrischen Informationen (z.B. verschiedene Berufsgruppen pro Molekül) kann je nach Gruppenzusammensetzung und -ziel Sinn machen.
Während einer Veranstaltung kann der "Tanz der Moleküle" auch als aktivierende Methode verwendet werden, um beispielsweise die TeilnehmerInnen nach einer längeren Theoriephase aufzulockern oder nach einer Pause wieder zum Thema hinzuführen. Im letzteren Fall kann die Trainerin/der Trainer den einzelnen TeilnehmerInnen auch themenbezogene Stichworte oder Fragestellungen mitgeben, die sie dann mit den anderen Atomen im Molekül diskutieren. Nicht zuletzt bietet die Aktivität auch eine unkonventionelle Möglichkeit zur Gruppeneinteilung.
Serie "Methoden der Erwachsenenbildung"
Die Serie "Methoden der Erwachsenenbildung" ist ein Service von und für Studierende und EinsteigerInnen in das Berufsfeld der Erwachsenenbildung. Im Rahmen der Serie stellen wir einzelne Lehr-Lernmethoden sowie ihre Varianten und Einsatzmöglichkeiten vor. Wir unterscheiden dabei, welche Funktion die jeweilige Methode im Lehr-Lernprozess hat, zum Beispiel Informieren, Motivieren usw. Alle Beiträge zur Serie finden Sie hier.
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