Grundtvig Award 2025 geht an Projekte zu flexiblen Lernpfaden
Die European Association for the Education of Adults (EAEA) würdigt mit dem Grundtvig Award jedes Jahr Projekte, die mit innovativen Methoden den Zugang zu Erwachsenenbildung erleichtern. Der Schwerpunkt der diesjährigen Preisverleihung lag auf flexiblen Lernwegen. Ausgezeichnet wurde in den zwei Kategorien nationale und transnationale Initiativen.
„TrainSpot2“ – Weiterbildungsinfrastruktur für Erwachsenenbildende
Das vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) koordinierte Projekt „TrainSpot2“ wurde in der nationalen Kategorie mit dem Grundtvig Award 2025 ausgezeichnet. Dieses vernetzt auf der Plattform „Mein Bildungsraum“ verschiedene Weiterbildungsangebote für Erwachsenenbildende. Darunter etwa die digitale Lernplattform EULE und den MOOC „Digital Trainer“.
Damit unterstützt das Projekt Lehrende in der Erwachsenenbildung dabei, individuelle, flexible und kompetenzorientierte Lernwege für ihre professionelle Weiterentwicklung zu gestalten. Umgesetzt wurde „TrainSpot2“ in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Aachen, der Technischen Hochschule Lübeck, der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der WBS Training AG.
„Citizens Xelerator“ – Internationales Netzwerk und frei nutzbare Ressourcen
Den Preis für transnationale Initiativen erhielt das Projekt „Citizens Xelerator“. Unter der Leitung von Mentortec wurden flexible Lernwege entwickelt, die speziell auf Erwachsene mit bisher ungedecktem Bedarf an Lese-, Schreib- und Bürger*innenkompetenzen zugeschnitten sind.
Im Rahmen des Projekts wurden ein Erwachsenenbildungsnetzwerk, das frei zugängliche „Citizens Xelerator“ Modell und -Kit, „LifeComp-Karten“ zur Kompetenzerkennung und Unterlagen für Microlearning Sitzungen geschaffen. Die Ressourcen wurden in „Citizens Xelerator Action Labs“ in Portugal, Spanien, Italien, Irland, Griechenland, Rumänien, Kroatien und Deutschland eingesetzt.
Über den EAEA Grundtvig Award
Der EAEA Grundtvig Award wurde 2003 von der European Association for the Education of Adults ins Leben gerufen, um besondere Leistungen in der Erwachsenenbildung zu würdigen. Ausgezeichnet werden Projekte, die neue Ideen, innovative Partnerschaften, kreative Methoden oder ein erweitertes Verständnis für die Gestaltung von Erwachsenenbildung hervorbringen.
Die Jury dieses Jahres bestand aus Mitgliedern des EAEA-Vorstands: Marta Jendeková von der Association of Adult Education Institutions in der Slowakei, George A. Koulaouzides von der Hellenic Open University (Griechenland) und Balázs Németh von der Universität Pécs (Ungarn).
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