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Zu Lehre, Schule oder Beruf nach Baukastenprinzip: Projekt JuBiTa

24.05.2022, Text: Lucia Paar, Redaktion/CONEDU
Das Projekt Jugend-Bildung-Talente (JuBiTa) bereitet junge Menschen auf das Nachholen des Pflichtschulabschlusses und auf den Eintritt in mittlere und höhere Schulen, Lehre oder Beruf vor.
Image-Video über das Projekt JuBiTa (Standard-YouTube-Lizenz, auf dem Kanal von ABZ* AUSTRIA)
Das Ziel des Projekts Jugend – Bildung – Talente (JuBiTa) ist es, die Durchlässigkeit des Bildungssystems zu stärken und den Zugang zur Sekundarstufe II für bildungsbenachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren zu verbessern. Die Sekundarstufe II umfasst in Österreich u.a. mittlere und höhere Schulen sowie die Lehre.


Dazu entwickelte das Projektteam ein modulares Angebot zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses sowie zum Eintritt in mittlere und höhere Schulen, Lehre oder Beruf. Begleitende Bildungs- und Berufsberatung sowie ergänzende Sozialberatung unterstützen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusätzlich, damit sie ihre Lernziele erreichen.

Bildungsangebot mit individuellen Stundenplänen und Berücksichtigung von Vorwissen

Das Angebot von JuBiTa ist in zwei aufeinander aufbauende Phasen gegliedert, wobei es zu Beginn jeder Phase möglich ist, einzusteigen:

 

Die Phase "yPSA - youth Pflichtschulabschlusskurs" dient dazu, die Teilnehmer*innen auf die Pflichtschulabschlussprüfung vorzubereiten und den Übergang in eine weiterführende Schule, Lehre oder Beruf vorzubereiten.

Vor Besuch dieser Phase erheben Expert*innen die Kompetenzen und die bereits vorhandene Qualifikationen der Teilnehmer*innen. So können die Teilnehmer*innen ihre Qualifikationen anrechnen lassen und erhalten bedarfsorientierte Stundenpläne nach Baukastenprinzip. Die Lernenden besuchen also nur jene Kursmodule, die sie für den Abschluss brauchen.

 

Die Phase "ySEV - youth SEK II Vorbereitung" dient der Vorbereitung für eine weiterführende Schule, Lehre oder Beruf mit bestimmten inhaltlichen Vorbereitungskursen. Die Teilnehmer*innen können zwischen Vorbereitungskursen zu den Themen "Gesundheit und Soziales", "Tourismus, Handel und Gastronomie" oder "Technik, Handwerk und Informationstechnologie" wählen. Damit die Lernenden auch eine für sie passende Entscheidung für einen inhaltlichen Schwerpunkt treffen können, durchlaufen die Teilnehmer*innen vor dem Einstieg in diese Phase ein Verfahren, das ihre Kompetenzen prüft und einordnet.

Sozialberatung und Bildungs- und Berufsberatung

Während beider Phasen stehen den Teilnehmer*innen auch Beratungsangebote zur Verfügung, die sie bei der Erreichung der Lernziele unterstützen.

 

Die Sozialberatung dient dazu, zu verhindern, dass Lernende die Kurse vorzeitig abbrechen und dazu, die persönlichen Ressourcen und Kompetenzen zu stärken.

Die Bildungs- und Berufsberatung ergänzt das Beratungsangebot.

Je nach Bedarf und Projektphase variieren Umfang und Häufigkeit der Beratung. An einem Erstgespräch zur Standortbestimmung und Klärung der Erwartungen
nehmen alle Lernenden teil.

Handbuch für Bildungs- und Beratungseinrichtungen

Das Projektkonsortium hat auch ein Handbuch zum JuBita-Modell veröffentlicht. Es beschreibt die im Projekt entwickelten Modelle und dient als Leitfaden für Akteur*innen von Bildungs- und Beratungseinrichtungen. Der Leitfaden ist frei verfügbar.

Das Projektteam

Entwickelt und umgesetzt haben das Projekt die Organisationen ABZ*AUSTRIA, Caritas der Erzdiözese Wien – Hilfe in Not, Interface Wien und Diakonie Flüchtlingsdienst. Planung und Umsetzung des Projekts erfolgte zwischen 2019 und 2021. JuBiTa ist durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie durch den Europäischen Sozialfonds kofinanziert.

Quelle: EPALE E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa
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