BMBWF   Mitteilungen  |  Über das BMBWF  |  bifeb
PORTAL   Newsletter  |  Sitemap  |  English  |    |  LL

Jubiläum beim Beratungszentrum für MigrantInnen in Wien

13.04.2022, Text: Aleksandra Panek, Wiener Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen, Redaktion: Lucia Paar, Redaktion/CONEDU
Der Standort Check In Plus des Beratungszentrums feiert sein zehnjähriges Bestehen.
  • Unsplash-Lizenz, David Ballew, unsplash.com
    Den Standort Check In Plus gibt es nun seit zehn Jahren.
  • Logo: Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen Grafik: Alle Rechte vorbehalten, Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen, https://www.migrant.at/
    Die Einrichtung Check In Plus gehört zum Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen.
Das Wiener Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen verfügt über fachspezifische Bildungsberatungsangebote. Dazu gehören die 2013 etablierten Anlaufstellen für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen für Wien und Niederösterreich/Nordburgenland (AST), die spezifische Anerkennungsberatung und Begleitung während des Anerkennungsprozesses anbieten. Der Anerkennungsprozess kann unterschiedlich lange dauern und ist abhängig von mehreren Faktoren. Dazu zählen das Niveau der Qualifikation, Reglementierung des Berufes, Abschluss in einem EU- bzw. nicht-EU-Land, berufliche Ziele, Vorhandensein von allen Dokumenten etc.
Der Standort Check In Plus des Beratungszentrums unterstützt bereits seit 2012 im Auftrag vom AMS Wien bei Anerkennungsprozessen.

Beratung für die Anerkennung von Ausbildungen in reglementierten Berufen und von AkademikerInnen

Schon bevor die österreichweiten AST-Anlaufstellen für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen ihre Beratung zum Thema Anerkennung angeboten haben, war für die AkteurInnen klar, dass es nicht nur ein Beratungs-, sondern auch ein ergänzendes Betreuungsangebot für jene Personen braucht, die über einen Abschluss in einem reglementierten Beruf verfügen und dadurch lange und aufwendige Anerkennungsprozesse durchlaufen. Darüber hinaus benötigen auch Personen mit einem nicht reglementierten Beruf Beratung und Betreuung (und vor allem einschlägige Weiterbildung), damit ihr Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt rascher gelingt. Diesen Anliegen hat sich Check In Plus verschrieben, das seit zehn Jahren im Auftrag vom AMS Wien bei Anerkennungsprozessen und somit bei berufsadäquater und nachhaltiger Arbeitsmarktintegration unterstützt.

 

Das Betreuungsangebot wurde für AkademikerInnen und/oder reglementierte Berufe etabliert und unterstützt durch gezielte Förderungen diejenigen, die erneut in ihrem mitgebrachten Beruf arbeiten möchten. Das Betreuungskonzept funktioniert: Tatsächlich verzeichnet Check In Plus vorwiegend Arbeitsaufnahmen von betreuten KlientInnen – der Großteil der ehemaligen KlientInnen kann nach der Betreuungsphase eine qualifikationsadäquate Beschäftigung aufnehmen.

Unterstützung für Personen in Gesundheitsberufen, IT und Wirtschaft

Vor allem alle Gesundheitsberufe (z.B. Pflege, medizinisch-technische Berufe, ärztliche Berufe), die eine Anerkennung für die Beschäftigung in Österreich benötigen, können durch Check In Plus betreut werden. Ein solcher Anerkennungsprozess setzt sehr gute Deutsch- und Fachsprachenkenntnisse voraus und benötigt die Absolvierung von kostenpflichtigen Ergänzungsmaßnahmen und die Erfüllung von vielen weiteren Bedingungen. Aka­de­mi­kerIn­nen aus jeder nichtreglementierten Branche (z.B. IT oder Wirtschaft) werden durch Check In Plus mit entsprechenden Weiterbildungen unterstützt, damit sich ihre Beschäftigungschancen erhöhen.

 

Das Angebot von Check In Plus ist für Menschen vorgesehen, die

  • nicht länger als sieben Jahre in Österreich leben,
  • eine passende Ausbildung mitbringen, also akademische Abschlüsse in reglementierten und nichtreglementierten Berufen sowie Schulabschlüsse in reglementierten Berufen,
  • und beim AMS Wien gemeldet sind (für bestimmte Abschlüsse ist auch die Vormerkung beim AMS Niederösterreich oder AMS Burgenland möglich).

Festschrift zum Jubiläum

Eine Festschrift zum 10-jährigen Bestehen der Betreuungsstelle (PDF) gibt Einblicke in die tägliche Beratungspraxis.

 

Über die Autorin: Mag.a Aleksandra Panek ist seit 2012 beim Wiener Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen beschäftigt, zuerst jahrelang in Beratung zum Thema Qualifizierung, Arbeitsmarktintegration und Anerkennung der mitgebrachten Qualifikationen und seit 2018 als Koordinatorin der Österreichischen AST-Anlaufstellen für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen. Sie ist u.a. für Projektmanagement, Qualitätssicherung und Aufarbeitung der Anerkennungslandschaft zuständig.

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
esf logoESF 2014-2022eb und coronaEB und Corona