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Women’s Integration Survey

27.10.2021, Text: Rene Sturm, AMS Forschungsnetzwerk
Eine aktuelle Studie des AMS Österreich beleuchtet die Situation geflüchteter Frauen in Österreich. Sie zeigt u.a., dass niederschwellige Weiterbildung Integration fördert.
  • Jemand steht vor einer Grenze, die als österreichische Fahne gekennzeichnet ist. Foto: CC0 Public Domain, pikist/bearb. CONEDU/Paar, https://pikist.com
    Der Women's Integration Survey zielte darauf ab, die Situation von geflüchteten Frauen und ihren Familien in Österreich zu untersuchen.
Der Women's Integration Survey zielte darauf ab, die Situation von geflüchteten Frauen und ihren Familien in Österreich zu untersuchen, um dabei geschlechterspezifische Herausforderungen, Integrationspfade, Ressourcen und Resilienzstrategien herauszuarbeiten. Neben der ökonomischen und strukturellen Integration wurde der Fokus auf die gesellschaftliche und soziale Teilhabe von geflüchteten Familien außerhalb des Arbeitsmarkts gelegt.

Inklusion, Teilhabe und Enablement geflüchteter Frauen in Österreich

Dazu wurden neben soziodemographischen Merkmalen auch gesellschaftliche Erfahrungen, persönliche Einstellungen und Werte sowie gesundheitliche Indikatoren erhoben. Ziel des Women's Integration Survey war es, ein umfangreiches Bild der Lebensrealität weiblicher Geflüchteter, die im Rahmen der rezenten Fluchtbewegung 2015/16 aus Syrien und Afghanistan nach Österreich gekommen sind, zu zeichnen. Die Ergebnisse werden im vorliegenden Endbericht dieser Studie im Auftrag des AMS Österreich umfassend dargestellt.

Informelle und niederschwellige Weiterbildung fördert Integration

Der Survey zeigt, dass gerade informelle, niederschwellige Integrationsangebote von zivilgesellschaftlichen Vereinen und Organisationen, wie bspw. Sprachcafés, Frauen dabei unterstützen, in Österreich Fuß zu fassen. Die Frauen verbinden diese Angebote mit weniger Druck und mit mehr zeitlicher und inhaltlicher Flexibilität.

Geflüchtete Frauen haben hohe Bildungsabschlüsse

Geflüchtete Frauen haben teilweise höhere Bildungsabschlüsse als Männer, so der Survey. Sie haben aber oft weniger Berufserfahrung als Männer und sind in Österreich seltener erwerbstätig. Die häufigsten frauenspezifischen Hürden, um in den Arbeitsmarkt einzusteigen, sind Sorge- und Familienarbeit bzw. das Fehlen von Betreuungsmöglichkeiten, Diskriminierung aufgrund des Kopftuch-Tragens und fehlende berufliche Erfahrung.

Weitere Informationen:
Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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