Theater als Impuls für Frauenbildung und Verteilungsgerechtigkeit
Inmitten gesellschaftlicher Spannungen lenkt die Katholische Frauenbewegung – eine Teilorganisation des Forums Katholischer Erwachsenenbildung - mit dem Forumtheater „Das KuchenStück“ den Blick auf Frauen und ihre strukturellen Hürden. Das interaktive Theater thematisiert Verteilungs(un)gerechtigkeit und lädt das Publikum zur aktiven Mitgestaltung ein. Die Zuschauer:innen können Szenen verändern, eigene Handlungsmöglichkeiten ausprobieren und damit gesellschaftliche Strukturen hinterfragen.
Frauen im Fokus: Verteilungsgerechtigkeit als Bildungsauftrag
„Das KuchenStück“ zeigt eindrucksvoll, wie sehr Frauen nach wie vor von strukturellen Ungleichheiten betroffen sind, sei es durch unbezahlte Carearbeit, eingeschränkten Zugang zu Bildung oder ein erhöhtes Risiko für Altersarmut. Frauenbildung spielt dabei eine entscheidende Rolle: Sie schafft Orte, an denen Wissen geteilt, Erfahrungen ausgetauscht und Veränderung angestoßen werden kann.
Unter dem Hashtag #frauenwissenteilen verweist das Forum Katholischer Erwachsenenbildung auf die Bedeutung von frauengerechter Bildung, die sich an den Lebensrealitäten von Frauen orientiert und deren Expertise sichtbar macht.
Theater gegen Ungerechtigkeit: „Das KuchenStück“ provoziert, bewegt und beteiligt
Initiiert von der Katholischen Frauenbewegung Innsbruck (Petra Unterberger und Bernadette Embach-Woschitz) gemeinsam mit Armin Staffler vom Verein spectACT, wurde das Stück, basierend auf Erfahrungen und Perspektiven zahlreicher Mitwirkender als Expert:innen für Verteilungsgerechtigkeit, mit Beteiligten aus Kirche, Bildung und sozialen Einrichtungen entwickelt. Über 20 Organisationen unterstützen das Projekt – gefördert u. a. vom Land Tirol, der Stadt Innsbruck, der Initiative Denk Dich Neu und der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.
Die Premiere von "Das KuchenStück“ war mit 31. März 2025. Seither wird es in unterschiedlichen Erwachsenbildungseinrichtungen in ganz Österreich gespielt.
Frauenbildung: Raum für Wissen, Entwicklung und Veränderung
Trotz wirtschaftlicher Engpässe und struktureller Herausforderungen bleibt die Frauenbildung innerhalb des Forums Katholischer Erwachsenenbildung ein zukunftsweisender Bestandteil des Bildungsangebots. Sie versteht sich als lebensbegleitende Bildung, die Frauen stärkt – persönlich, gesellschaftlich und spirituell.
In einem Umfeld, das zunehmend von Unsicherheit geprägt ist, bieten Frauenbildungseinrichtungen geschützte Räume für Reflexion, Entwicklung und Solidarität. Sie verbinden Kultur, Kunst und Spiritualität mit gesellschaftspolitischem Engagement wie das Projekt „Das KuchenStück“ eindrucksvoll zeigt.
Frauenbildung im Forum Katholischer Erwachsenenbildung
Frauenbildung hat im Forum Katholischer Erwachsenenbildung einen hohen Stellenwert und wird von verschiedenen Bildungseinrichtungen als Teil des jeweiligen Bildungsprogramms angeboten. Im Rahmen einer jährlichen Themenwerkstatt tauschen sich die Teilnehmerinnen über innovative Akzente in der feministisch-pädagogischen Erwachsenenbildung aus. Spezielles Augenmerk wird dabei – neben thematischer Vertiefung – auf das Reflektieren gelungener Frauenbildungsarbeit gelegt.
Im Forum Katholischer Erwachsenenbildung engagieren sich rund 600 Hauptamtliche und 10.000 ehrenamtliche Mitarbeiter:innen aus über 70 kirchlichen Bildungseinrichtungen für eine zeitgemäße, kirchlich verankerte Erwachsenenbildung in ganz Österreich.
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