Bildungsprojekt "Selbstbestimmt Frau sein"

10.03.2026, Text: Karin Schräfl, Österreichisches Institut für Erwachsenenbildung
Das kostenlose Bildungs-, Coaching- und Vernetzungsangebot "Selbstbestimmt Frau sein" der Frauenvernetzung des Forums Katholischer Erwachsenenbildung stärkt Frauen im ländlichen Bereich.
Die Bildungsinitiative "Selbstbestimmt Frau sein" möchte Frauen im ländlichen Raum stärken.
Foto: CC BY, 5komma5sinne_motionAds, auf erwachsenenbildung.at

„Ich weiß, wie herausfordernd es ist, Familie, Beruf, persönliche Wünsche und Ehrenamt zu vereinbaren. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Frauen sich in einem geschützten Rahmen austauschen und weiterbilden können", betont Nora Tödtling-Musenbichler, Präsidentin der Caritas Österreich und Schirmpatin des Projekts, im Nachklang des diesjährigen Weltfrauentags am 8. März 2026.

Herausforderungen und Chancen für Frauen im ländlichen Raum

Frauen im ländlichen Raum tragen große Verantwortung: Sie leisten Erwerbsarbeit, kümmern sich um Kinder und Angehörige, führen den Haushalt und engagieren sich ehrenamtlich. Gleichzeitig erschweren eingeschränkte Kinderbetreuungsangebote, lange Pendelwege und traditionelle Rollenbilder ihre berufliche und persönliche Entwicklung. Viele arbeiten unter ihrer Qualifikation, in Teilzeit oder bleiben finanziell abhängig – mit langfristigen Risiken bis hin zur Altersarmut.
Das Projekt „Selbstbestimmt Frau sein“ im AndersOrt Haus der Frauen in St. Johann bei Herberstein setzt genau hier an. Von März bis Dezember 2026 unterstützt das kostenlose Bildungs-, Coaching- und Vernetzungsangebot der Frauenvernetzung im Forum Katholischer Erwachsenenbildung Frauen dabei, ihre Stärken zu erkennen, Ziele zu entwickeln und neue Perspektiven für mehr Selbstbestimmung und finanzielle Unabhängigkeit zu eröffnen.

Workshops, Coaching und Vernetzung

Das Programm umfasst sechs ganztägige Workshops zu Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mental Load, Finanzen, selbstbewusstes Auftreten, Bewerbungen sowie persönliche Ressourcen. Ergänzt wird dieses Angebot durch Austauschtreffen, individuelle Coachings und ein BarCamp. Den Abschluss bildet ein Frauenfrühstück mit einer Theater-Performance der „Rabtaldirndln“.
Kerstin Raith-Schweighofer, Bezirkshauptfrau von Hartberg-Fürstenfeld und ebenfalls Schirmpatin des Projekts, unterstreicht die Bedeutung der Initiative: „Wenn Frauen sich weiterbilden und gegenseitig stärken, kann Großes entstehen. Genau das tut dieses Projekt: Es zeigt, welche Kraft in jeder Einzelnen von uns steckt.“
Die Teilnahme ist kostenlos und wird durch das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung gefördert. Für regionale Verpflegung sorgt das AndersOrt Haus der Frauen.

Frauenbildung im Forum: Wissen stärken. Zukunft gestalten.

Trotz wirtschaftlicher Engpässe und struktureller Herausforderungen bleibt die Frauenbildung innerhalb des Forums Katholischer Erwachsenenbildung ein zukunftsweisender Bestandteil des Bildungsangebots. Sie versteht sich als lebensbegleitende Bildung, die Frauen stärkt – persönlich, gesellschaftlich und spirituell.
Frauenbildung im Forum Katholischer Erwachsenenbildung steht für lebensbegleitende, frauengerechte Bildungsangebote und sichere Räume für Austausch und Entwicklung. Unter dem Motto #frauenwissenteilen wird das Wissen von Frauen sichtbar gemacht und gestärkt.
Im Forum Katholischer Erwachsenenbildung engagieren sich rund 600 Hauptamtliche und 11.000 ehrenamtliche Mitarbeiter:innen aus über 70 kirchlichen Bildungseinrichtungen für eine zeitgemäße, kirchlich verankerte Erwachsenenbildung in ganz Österreich.

Projektinfos und Anmeldung

Forum Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich

AndersOrt Haus der Frauen

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