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BFI als Leitbetrieb Austria zertifiziert

02.12.2019, Text: Michaela Schneider, BFI Österreich
Jüngst erhielt das BFI als vorbildhaftes Unternehmen die Auszeichnung "Leitbetrieb Austria".
  • Abbildung: Alle Rechte vorbehalten, Leitbetriebe Austria, Als zertifizierte Einrichtung darf das BFI das Leitbetriebe-Logo führen, auf erwachsenenbildung.at
    Das Leitbetriebe-Logo zeichnet Vorzeigeunternehmen aus
  • Foto: Alle Rechte vorbehalten, Christian Mikes, Offizielle Übergabe des Leitbetriebe-Zertifikats ans BFI Österreich, auf erwachsenenbildung.at
    Stolz präsentiert der Geschäftsführer des BFI Österreich, Dr. Michael Sturm, das Leitbetriebe-Zertifikat

Feierliche Zertifikatsübergabe

Stellvertretend für alle Berufsförderungsinstitute konnte der Geschäftsführer des BFI Österreich, Dr. Michael Sturm, am 26. November 2019 das Leitbetriebe-Zertifikat entgegennehmen. "Wir sind stolz darauf, dass wir unsere richtungsweisende Funktion in der Erwachsenenbildungsbranche nunmehr auch offiziell als Leitbetrieb ausweisen dürfen, und betrachten diese Bezeichnung als Würdigung unserer jahrzehntelangen qualitätsorientierten Unternehmensphilosophie", resümierte Sturm anlässlich der Überreichung im Wiener Millennium Tower.

Was ist ein Leitbetrieb?

Leitbetriebe tun sich durch Serviceorientierung, Werte und Nachhaltigkeit hervor. Dafür und für ihre Vorbildwirkung zeichnet sie das unabhängige, branchenübergreifende Netzwerk "Leitbetriebe Austria" aus. Auf dessen Website findet sich folgende Definition: "Ein Leitbetrieb ist ein Unternehmen, das nicht auf kurzfristige Gewinne setzt, sondern auf nachhaltigen Unternehmenserfolg. Durch seine Markt- und Werteorientierung ist er ein Treiber der Entwicklung seiner Region und Branche. Ein Leitbetrieb übernimmt auch Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt. Als solcher erfüllt er eine Vorbildfunktion und erzielt daraus Wettbewerbsvorteile."

Wie das BFI seine Leitbildfunktion sieht

Das BFI unterstützt Menschen in ihrer beruflichen wie persönlichen Entwicklung mit qualitativ hochwertiger und kostengünstiger Aus- und Weiterbildung. Das macht das BFI seit 60 Jahren – flächendeckend, nah an den Menschen, erfolgreich. Nicht von ungefähr ist das BFI seit Jahrzehnten eine der größten heimischen Erwachsenenbildungseinrichtungen. Den nachhaltigen Erfolg hat es u. a. der Vorreiterrolle in Qualitätssicherung und Professionalisierung zu verdanken: Anfang der 1990er Jahre war das BFI die erste Bildungseinrichtung, die ein Qualitätsmanagementsystem einführte.

Maßstab für die gesamte Erwachsenenbildung

Eine Leitbildfunktion erfüllt das Berufsförderungsinstitut auch innerhalb der Branche. Denn das BFI hat sich schon sehr früh für die Etablierung eines Kollektivvertrages eingesetzt und Verantwortung in der Berufsvereinigung der ArbeitgeberInnen privater Bildungseinrichtungen (BABE) übernommen. Seit 2005 ist der BABE-Kollektivvertrag in Kraft. Damals hatte das BFI Wien den Vorsitz in der BABE, seit 2010 das BFI Österreich.

Auf MitarbeiterInnen und Umwelt achtgeben

Wichtig sind dem BFI nicht nur die allgemeinen Rahmenbedingungen, sondern auf betrieblicher Ebene die Wertschätzung der eigenen Beschäftigten. Ihre Erwartungen und Bedürfnisse zu berücksichtigen, beispielsweise in Form von Arbeitszeitmodellen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Weiterbildungsangeboten und Aufstiegsmöglichkeiten, das sorgt für zufriedene und engagierte MitarbeiterInnen. Auch ein sorgsamer Umgang mit Umwelt und Ressourcen ist für das BFI selbstverständlich. So ist etwa Mülltrennung seit Langem Standard und die MitarbeiterInnen erhalten z. B. in Wien eine 50-prozentige Zuzahlung zur Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr.

Über den Tellerrand schauen

Ebenso selbstverständlich sind Austausch und Kooperationen. Die gibt es auf allen Ebenen. Auf nationaler Ebene ist das BFI Mitglied der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ), wo es derzeit den Vorsitz führt. Den hat es zudem im Kooperativen System der österreichischen Erwachsenenbildung inne. Auch international findet ein reger Know-how-Transfer statt. Ein Beleg dafür ist die EU-Projekttätigkeit des BFI. Seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union im Jahr 1995 sind bereits 452 Projekte mit BFI-Beteiligung dokumentiert. Über 48 % davon hat das BFI selbst koordiniert.

Der Weg zum Leitbetriebe-Zertifikat

Wer sich als Leitbetrieb zertifizieren lassen möchte, muss ein Bewerbungs- und Bewertungsverfahren durchlaufen. Zunächst dokumentiert das Unternehmen die geforderten Zertifizierungskriterien und reicht sie bei Leitbetriebe Austria ein. Im Anschluss überprüft und bewertet Leitbetriebe Austria, ob und in welchem Ausmaß der Bewerber die Anforderungen erfüllt. Im Fokus stehen dabei

  • Finanzstärke und Nachhaltigkeit,
  • Marktpositionierung,
  • unternehmerische Gesellschaftsverantwortung inkl. Orientierung an MitarbeiterInnen und sonstigen Interessensgruppen sowie
  • die Erfüllung von Indikatoren aus der Erfolgsfaktorenforschung.

 

Diese Analyse soll sicherstellen, dass die zertifizierten Unternehmen einen Leitbildcharakter für andere Unternehmen und das österreichische Unternehmertum insgesamt haben. Erfolgreiche Bewerber bekommen ein Zertifikat, dürfen das Leitbetriebe-Logo verwenden und sind Teil des Leitbetriebe-Netzwerks.

Was bringt die Zertifizierung?

Das Zertifikat "Leitbetrieb Austria" weist ein Unternehmen als vorbildlich, verantwortungsvoll, erfolgreich und zukunftsorientiert aus. Diese Eigenschaften sind oft entscheidend für Schulungspartnerschaften und Auftragsvergaben. Sie bedeuten einen Wettbewerbsvorteil. Zusätzlich profitieren Bekanntheit und Ruf eines jeden zertifizierten Mitglieds von der medialen Präsenz der Dachmarke. Ein weiterer Nutzen liegt in ihrem Vernetzungspotenzial. Auf den zahlreichen Veranstaltungen der Leitbetriebe Austria lassen sich leicht neue Kontakte und Geschäftsbeziehungen knüpfen. Gleichzeitig bieten sie die Möglichkeit, untereinander sowie mit ExpertInnen Erfahrungen, Informationen und Wissen auszutauschen.

Weitere Informationen:
Dieser Text ist nicht lizenziert, die Rechte liegen beim Urheber / bei der Urheberin. Er darf ohne Erlaubnis zur Verwertung nicht verwendet werden.
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