Aufeinander zugehen: 5 Module für Engagierte in der Flüchtlingsbegleitung
Das breite Themenfeld „Interkulturalität“ findet sich in den Angeboten der pfarrlichen KBW-Treffpunkte Bildung schon seit vielen Jahren.
Zielgruppe des Kurzlehrgangs „Aufeinander zugehen“ sind Flüchtlingsbeauftragte in Pfarren und Gemeinden, Ehrenamtliche in der Flüchtlingsbegleitung, Hauptamtliche in der Pastoral und Interessierte.
16 Durchgänge á 5 Module im ersten Jahr der Durchführung
In fünf Modulen erfahren die Teilnehmenden wertvolle Inhalte im Umgang mit AsylwerberInnen und Asylberechtigten. Der Austausch mit Gleichgesinnten ist ein Teil der Weiterbildungsabende. Der Lehrgang ist mittlerweile vielfach erprobt. Der erste Durchgang wurde im Februar 2016 gestartet. Bis zum Sommer 2016 sind bereits insgesamt 16 Durchgänge organisiert worden bzw. in der Umsetzung. Weitere Durchgänge sind in Planung.
Ziele des Kurzlehrgangs
- Engagierte haben für sich Sicherheit im Umgang mit Flüchtlingen und können gezielt auf deren Bedürfnisse eingehen.>
- Vermittlung von Informationen über kulturelle, kommunikative und soziale Kompetenzen, über interreligiösen Dialog und über Methoden zur Sprachvermittlung.
- Engagierte begleiten Flüchtlinge mit Freude und Motivation.
- Engagierte initiieren Begegnungsmöglichkeiten in den Pfarren, weil Begegnung ein ganz wichtiger Integrationsfaktor ist.
- Engagierte werden zu kompetenten Kontaktpersonen für Flüchtlinge, zu denen sie Vertrauen aufbauen.
- Vermittlung von Fakten und Wissen zum Thema „Flucht und Asyl“.
- Engagierte lernen voneinander und profitieren vom Erfahrungsaustausch.
Themen der fünf Module
- Ethik des Helfens und Herausforderungen in der Arbeit mit Flüchtlingen (Grundlegende Aspekte der Freiwilligenarbeit, typische „Fallen“ und Strategien für den Umgang mit heterogenen Gruppen)
- Bedürfnisse von Geflüchteten – Willkommenskultur (Bedürfnisse von geflüchteten Menschen, Aufgaben der NGOs in der Unterbringung und Betreuung)
- Interreligiöser Dialog – Dialog Christentum und Islam (Die Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten von Islam und Christentum, um Begegnung auf Augenhöhe zu ermöglichen)
- Herausforderungen in der Flüchtlingsarbeit: Der Umgang mit Traumatisierungen (Grundlegendes über mögliche Folgeerscheinungen von Traumatisierungen, um bestimmte Verhaltensweisen und Reaktionen einordnen und angemessen reagieren zu können)
- Transkulturelle Kompetenz, kulturelle Sensibilität (Grundlagen transkultureller Kompetenzen, Kommunikation und Konfliktmanagement sowie Reflexion der eigenen Erfahrungen und das Einüben eines Perspektivenwechsels)
Die ReferentInnen der einzelnen Module kommen aus dem beruflichen Umfeld des jeweiligen Themenfeldes.
Serie: Erwachsenenbildung in der Migrationsgesellschaft
Integrationskurse und Spracherwerb mögen ein Anfang sein. Doch wenn es um den sozialen Wandel geht, der mit Zuwanderung verbunden ist, sind die Menschen mit Migrationserfahrung nur eine der Zielgruppen von Erwachsenenbildung. Die Anforderungen der Migrationsgesellschaft betreffen uns alle. Fragen nach Teilhabe, Verständigung und Zusammenleben stellen sich immer wieder neu. Wie Erwachsenenbildung diese Anforderungen beschreibt, reflektiert und deutet, und welche Angebote für Lernen und Bildung sie ihnen entgegen bringt, ist Gegenstand einer Serie von Artikeln auf erwachsenenbildung.at. Alle Beiträge in der Serie finden Sie hier.
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