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Call verlängert: Fachtagung zu Basisbildung und Öffentlichkeit

12.05.2016, Text: Doris Wyskitensky, BMBF, Redaktion: Bianca Friesenbichler, Online-Redaktion
Eine Fachtagung des BMBF von 14.-15. November 2016 setzt sich kritisch mit Basisbildungsbedarf und -bedürfnissen auseinander und will die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren. Die Einreichfrist wurde bis zum 31. Juli 2016 verlängert.
  • Bild: (CC BY Schnepfleitner/CONEDU)
    Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Basisbildung - jetzt einreichen!
  • Foto: (C) Birgit Aschemann Foto: (C) Birgit Aschemann
Menschen mit Basisbildungsbedürfnissen sind in der öffentlichen Wahrnehmung kaum sichtbar. Studien wie PIAAC zeigen aber auf, dass Basisbildungsbedarf in Österreich keine Randerscheinung ist. Die Abteilung Erwachsenenbildung im Bundesministerium für Bildung und Frauen veranstaltet daher die Konferenz "Basisbildung(s)bedarf der Öffentlichkeit", die von 14. bis 15. November 2016 in Wien stattfindet. Beiträge für diese Konferenz können bis 31. Juli eingereicht werden.

 

Beiträge aus Wissenschaft, Praxis und angewandter Kunst einreichen

 

Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Aspekten zu Bildungsbenachteiligung und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

 

Um die Konferenz spannend und vielseitig zu gestalten, wird mit einem Call for Papers aufgerufen, unterschiedliche Arbeiten im Feld der Erwachsenenbildung einzureichen. Dazu zählen neben wissenschaftlichen Arbeiten auch praktische Ansätze sowie kreative Beiträge aus Feldern der angewandten Kunst.

 

Gesucht sind kritische Auseinandersetzungen mit der Darstellung bildungsbenachteiligter Personen in der so genannten Wissensgesellschaft, Angebote, die von Erwachsenen mit Basisbildungsbedürfnissen konzipiert und aktiv mitgestaltet werden oder die das Umfeld miteinbeziehen und die Position bildungsbenachteiligter Personen im Umfeld stärken.

 

Im künstlerisch-kreativen Bereich sind Beiträge denkbar, die verschiedene Identitäten veranschaulichen oder Kunst als Ort eines erlaubten Voyeurismus verstehen und zu herausfordernder Selbstdarstellung aufrufen. 

 

Idee und Ziele der Konferenz

 

In Österreich wird Basisbildung verstärkt als eine zielorientierte, individuelle Kompetenzorientierung der Erwachsenenbildung verstanden. Forschungsergebnisse aus der PIAAC-Erhebung 2011/2012 zeigen, dass Basisbildungsbedarf keine Randerscheinung ist, verfügen doch rund 970.000 Personen in Österreich über niedrige Lesekompetenzen.

 

In der öffentlichen Wahrnehmung sind Menschen mit Basisbildungsbedürfnissen kaum sichtbar. Über ihre Lebensbedingungen und Bewältigungsstrategien sind neben zahlreichen stereotypen Zuschreibungen wenig tatsächliche Erkenntnisse vorhanden. Gerade diese teilweise auch negativen Zuschreibungen stehen einer offenen Diskussion und Auseinandersetzung mit Basisbildungsbedarf im Wege.

 

Die Abteilung Erwachsenenbildung im Bundesministerium für Bildung und Frauen hat sich zum Ziel gesetzt, Basisbildungsbedarf und Basisbildungsbedürfnisse in den kommenden Jahren anhand unterschiedlicher Themenfelder genauer zu beleuchten.

 

Einreichprozess

Die Einreichung erfolgt online und ist bis 31. Juli 2016 möglich. Alle Beiträge aus den Kategorien "wissenschaftliche Arbeit" und "praktische Umsetzungen" werden einem Peer Review unterzogen, Beiträge aus dem Bereich "kreative Auseinandersetzung" werden im Komitee entschieden.

Weitere Informationen:

 

 

Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Erasmus+ Programmes der Europäischen Union gefördert.

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