Österreichischer Büchereipreis zum zweiten Mal vergeben
Der vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) und dem Büchereiverband Österreichs (BVÖ) vergebene Österreichische Büchereipreis geht an fünf öffentliche Büchereien aus Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und Tirol.
Die Büchereien des Jahres 2026
Als „Büchereien des Jahres 2026“ ausgezeichnet werden die Bücherei Kraubath an der Mur (ST), die Stadtbücherei Lienz (T), die erlesene Bücherei Pottendorf (NÖ), die Öffentliche Bibliothek Reichenthal (OÖ) und die Bücherei & Spielothek Telfs (T).
„In den österreichischen Büchereien wird Wissen lebendig und Gemeinschaft kann entstehen. Der Büchereipreis ist ein starkes Zeichen für die Kraft des Lesens und ehrt all jene, die unsere öffentlichen Büchereien mit Leben füllen. Ihre Auszeichnung erinnert uns daran, welchen hohen gesellschaftlichen Wert Bildung und kulturelle Teilhabe für uns alle haben“, betont Vizekanzler und Bundesminister Andreas Babler.
„Mit dem Büchereipreis werden öffentliche Bibliotheken ausgezeichnet, die Außergewöhnliches leisten – trotz der begrenzten Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen“, so Marie Therese Stampfl, Vorstandsvorsitzende des BVÖ. „Dank kreativer Ideen und des großen persönlichen Engagements einzelner Mitarbeiter:innen werden Büchereien – unabhängig von ihrer Größe – zu unverzichtbaren sozialen Orten. Sie sind oft die treibende Kraft in ihrer Gemeinde und leisten einen wichtigen Beitrag zu Bildung, Weiterentwicklung, Integration, Inklusion und umweltbewusstem Leben. Zudem stärken sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt maßgeblich. Wir sind stolz auf diese Leuchttürme im Büchereiwesen.“
Über den Österreichischen Büchereipreis
Der Österreichische Büchereipreis zielt darauf ab, die gesellschaftlich bedeutsame Arbeit der öffentlichen Büchereien in Österreich zu würdigen sowie vorbildliche und innovative Bibliotheksarbeit auszuzeichnen. Jährlich werden fünf beispielhaft arbeitende Büchereien prämiert. Das Preisgeld pro Bücherei beträgt 10.000 Euro, also insgesamt 50.000 Euro. Mit dem Preis ist ein Gütesiegel verbunden, das der Außendarstellung der jeweiligen Bibliothek dient.
Die Preisträgerinnen wurden von einer unabhängigen Jury ermittelt, der Rob Bruijnzeels (Bibliothekar und Mitglied des niederländischen Kollektivs „Ministerium für Vorstellungskraft“), Irene Diwiak (Autorin), Heinz Janisch (Autor), Cornelia Vonhof (Professorin und Studiengangsleitung an der Hochschule der Medien Stuttgart) und Ute Wödl (Leiterin der AK-Bibliothek Wien) angehörten.
Insgesamt haben sich 38 Büchereien um diesen Preis beworben. Die offizielle Verleihung fand am 27. November 2025 im Veranstaltungssaal TUtheSky der TU Wien statt.
Quelle: Pressemitteilung des BVÖ, redaktionell bearbeitet.
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