Zusatzqualifikation Intergenerative Kompetenz am bifeb
Sieht man sich nun die Entwicklung der letzten Jahre an und stellt sich vor einem objektiven Hintergrund die Frage, wie die unterschiedlichen Generationen in einer immer älter werdenden Gesellschaft miteinander leben und lernen werden, so ist eine neue Sensibilität und somit ein aktives „Generationenbewusstsein“, spürbar.
Dialog zwischen Jung und Alt fördern
Im Bewusstsein, die großen Fragen zum Generationendialog nicht rasch und zufriedenstellend beantworten zu können, aber aus dem Wunsch heraus, einen lösungsorientierten Beitrag zum besseren Verständnis von Jung und Alt zu leisten, haben vaLeo – Psychomotorische Entwicklungsbegleitung und GiP – Generationen in Partnerschaft ihre jahrelangen Erfahrungen gebündelt und vaLeo entwickelte die Zusatzqualifikation Intergenerative Kompetenz. Dieses berufsbegleitende Weiterbildungsangebot soll Frauen und Männer stärken, die der positiven Begegnung von Kindern und alten Menschen auf Augenhöhe einen größeren Stellenwert in ihrer Arbeit einräumen wollen.
Im Kleinen handeln, im Großen wirken
Zunehmend öfter verbringen ältere Menschen und Kinder gemeinsam Zeit „unter einem institutionalisierten Dach“. Institutionen und Einrichtungen kooperieren im Bezug auf Bildungs- und Betreuungsangebote. Diese Rahmenbedingungen bieten gute Voraussetzungen, dass junge und alte Menschen im eigenen Umfeld aufeinander zugehen und gelingende Beziehungen gestalten.
Dafür hilfreich ist intergenerativ geschultes Personal, weshalb wir auch ProfessionistInnen aus beiden Bereichen ansprechen wollen: PädagogInnen und BetreuerInnen im Kinderbildungs- und -betreuungsbereich (z. B. Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen, Jugendzentren, Schulische Tagesbetreuung und Horte, …) sowie alle Fachkräfte und MitarbeiterInnen von geriatrischen Einrichtungen (z.B. SeniorInnen- und Pflegeheime, Tageszentren, Betreutes Wohnen, …).
Nur so ist gewährleistet, dass die jeweilige andere Position wahrgenommen und berücksichtigt wird, dass sich Verständnis für die Arbeit mit der jeweils anderen Dialoggruppe entwickeln kann und dass Schritt für Schritt aus einem „nebeneinander“ ein „miteinander“ wird.
Intergenerative Arbeit nach dem Konzept der psychomotorischen Entwicklungsbegleitung
Bei der psychomotorischen Entwicklungsbegleitung gehen wir davon aus, dass der Mensch, den wir als bio-psycho-soziale Einheit verstehen, unabhängig von seinem Alter, nach Selbstständigkeit und Autonomie strebt und lebenslang gewillt ist, seine Handlungskompetenz zu erweitern bzw. zu erhalten. Die Begleitung und Unterstützung dieses Lern- und Entwicklungsprozesses geschieht durch umfassende Angebote, die Eigenaktivität fördern, Kommunikationsfähigkeit ausbauen, Problemlösestrategien entwickeln helfen und soziale Bezüge stärken.
Alles wichtige Voraussetzungen, um den Dialog zwischen Jung und Alt und den Zusammenhalt von Generationenbeziehungen in unserer Gesellschaft zu fördern.
Informationen zum Lehrgang
Veranstalter bifeb in Kooperation mit vaLeo - Psychomotorische Entwicklungsbegleitung und GiP - Generationen in Partnerschaft
Wissenschaftliche Leitung Veronika Pinter-Theiss (Sportwissenschafterin, Motologin, Akademische Bewegungstherapeutin, Geschäftsführerin von vaLeo)
Aufbau Der berufsbegleitende Lehrgang ist in fünf Modulen aufgebaut und umfasst insgesamt 120 Einheiten Unterricht und Selbststudium. Vor dem Start ist ein Einführungsseminar zur Praxisreflexion vorgesehen und empfohlen.
Adressatinnen und Adressaten PädagogInnen und BetreuerInnen in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen: z.B. Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen, Horte und Nachmittagsbetreuung sowie Pflegefachkräfte und BetreuerInnen in Geriatrischen Einrichtungen: z.B. SeniorInnen- und Pflegeheime, Tageszentren, Betreutes Wohnen, …
- Lehrgang Zusatzqualifikation Intergenerative Kompetenz
- Einführungsseminar Intergeneratives Arbeiten - Praxisreflexion (Social Justice Training)
Weitere Links:
Verwandte Artikel
![]()
KI-Basics für alle: Vier praxisnahe Kurzvideos veröffentlicht
Wie können Erwachsene mit wenig Vorerfahrung lernen, KI im Alltag und für den Beruf zu nutzen? Das Projekt KIBASE bietet Videos als niedrigschwelligen Einstieg. Die ersten vier von insgesamt neun Videos sind jetzt online.![]()
Interview zum Lehrgang Beraten. Coachen. Supervidieren.
Anfang Juli führte die neue Lehrgangsleiterin Dipl. Psych. Susanne Holzbauer ein Interview mit Dr. Karl Schattenhofer zur Geschichte und Entwicklung der Supervisionsausbildung am bifeb. Das Interview bietet interessante Einblicke in die Geschichte und Entwicklung der Supervisionsausbildung am bifeb.![]()
ARGE BHÖ: Mehr Teilnahmen und neue Schwerpunkte im Bildungsjahr 2025
Der Leistungsbericht 2025 der ARGE Bildungshäuser Österreichs zeigt stabile Veranstaltungszahlen, steigende Teilnahmen und veränderte thematische Schwerpunkte. Gleichzeitig werden Bildungsangebote kompakter gestaltet.![]()
Franz Jenewein ist neuer Vorsitzender der ARGE Bildungshäuser Österreich
Am 13. Mai 2026 wurde Franz Jenewein, Leiter des Tiroler Bildungsinstituts Grillhof, bei der Generalversammlung der ARGE Bildungshäuser Österreich zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Anna Thaller.![]()
#ebcamp26: Zwei Tage Austausch über Digitalisierung in der EB
Zum 8. Mal fand am 5. und 6. Mai 2026 das #ebcamp statt. In dem von der KEBÖ und dem bifeb veranstalteten Online-Barcamp zum Thema „Digitalisierung in der Erwachsenenbildung“ tauschte man sich zu einer Vielfalt an Themen aus.![Grafik einer Kaffeekanne vor altrosa Hintergrund, auf der drei rote Figuren mit wissenschaftlichen Instrumenten hantieren]()
Wissenschaft bei Kaffee: Science Cafés bringen Dialog in Stadt und Land
Mit dem Projekt „Wissenschaft im Dialog – Land schafft Wissen“ fördert COMMIT gemeinsam mit regionalen Partner:innen an 9 Standorten in ganz Österreich einen niederschwelligen Dialog zwischen Wissenschaftler:innen und Bürger:innen.





