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Magazin erwachsenenbildung.at
Birge Krondorfer

Über Zeitverfall, Frauenalltag und Bildung als Besinnung

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Krondorfer, Birge (2020): Über Zeitverfall, Frauenalltag und Bildung als Besinnung. In: Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs. Ausgabe 41, 2020. Wien. Online im Internet: https://erwachsenenbildung.at/magazin/20-41/meb20-41.pdf. Druck-Version: Books on Demand GmbH: Norderstedt. Erschienen unter der Creative Commons Lizenz CC BY 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de
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Das Zeitregime moderner kapitalistischer Gesellschaften ist „männlich“. Es entwickelte sich aus einer sozio historischen Zeitkonstruktion, welche die linear fortschreitende Zeit favorisierte, sie mit (technischem) Fortschritt, wirtschaftlicher, effizienter und werterzeugender Zeitverausgabung verband, die alle Lebensumstände durchtaktet. „Weibliche“ Lebens- und Arbeitsbereiche, vor allem die Fürsorge und Reproduktion werden von ihr ausgeblendet. Die (Arbeits-)Zeit von Frauen gilt als selbstverständliche, unter- oder unbezahlte Ressource. Die aktuelle Vergleichzeitigung prekarisiert deren Zeitverhältnisse weiter, die nun zwischen der Vernutzung durch Beruf und Sorgearbeit eingespannt ist. Andere Zeitein- und Zeitumverteilungen wären Grund und Ziel einer nicht nur rhetorisch gleichberechtigten Gesellschaft, so die Autorin. Eine kritische Erwachsenenbildung kann dazu beitragen, indem sie ihr Verhältnis zu Zeit und deren Organisation reflektiert und verändert. Sie könnte eine Bildung anbieten, die unfolgsam gegenüber dem herrschenden Zeitregime ist und sich dabei als Verzögerungs- und Entschleunigungszeit versteht, als Moment unproduktiver Verschwendung. (Red.)
  1. Birge Krondorfer


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