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Magazin erwachsenenbildung.at

Arbeitsmarktorientierte Erwachsenenbildung

Im Spannungsfeld von Verwertbarkeit und Emanzipation

Nr.38 | Oktober 2019 | ISSN 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Für den Arbeitsmarkt "Verwertbares" zu erlernen, ist zu einer Direktive (bildungs-)politischer Programme geworden. Wo bleibt unter diesem Fokus aber die historische Kernaufgabe von Erwachsenenbildung: die Menschen in ihrer Selbstbestimmung zu bestärken?

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Julia Schindler, Kurt Schmid, Stefan Vater

Editorial

„Brauchbares“ und für den Arbeitsmarkt „Verwertbares“ zu erlernen, ist heute durchgehend zu einer Direktive (bildungs-)politischer Programme geworden. So werden in vielen Papieren und Deklarationen zur Erwachsenenbildung Arbeitsmarktrelevanz, Arbeitsplatznähe, die Entwicklung eines „Unternehmergeistes“, die sofortige Anschlussfähigkeit/Verwertung des Erlernten und die Vermittlung/Verbesserung von Kompetenzen im Umgang mit den Herausforderungen der aktuellen und künftigen wirtschaftlichen Situation gefordert, wenn nicht gar eingefordert. Wie verändert sich dadurch die Erwachsenenbildung? Wie gestalten sich arbeitsmarktorientierte Angebote, die TeilnehmerInnen für die Teilhabe am Arbeitsmarkt befähigen oder diese Teilhabe auch tatsächlich nachhaltig verbessern soll(t)en (Stichwort: Employability), zugleich aber ihrer historischen Kernaufgabe, die Selbstbestimmung und Autonomie der TeilnehmerInnen zu stärken (Stichwort: Empowerment), nicht vernachlässigen wollen? Wie denken und handeln ErwachsenenbildnerInnen und Erwachsenenbildungsorganisationen angesichts dieses Spannungsfelds? Diesen und vielen weiteren Fragen gehen die Beiträge der vorliegenden Ausgabe des „Magazin erwachsenenbildung.at“ (Meb) diskursiv und mittels der Beschreibung gelebter Praxis arbeitsmarktorientierter Erwachsenenbildung nach. Sie befassen sich mit den Herausforderungen von Erwachsenenbildung im Kontext von Arbeitsmarkt und Migration, mit digitalen Kompetenzen in der beruflichen Weiterbildung, mit der Systemlogik und Vergabepraxis öffentlicher Arbeitsämter, mit der Verbesserung von Grundkompetenzen am Arbeitsplatz, mit Menschenbildung und der Haltung der ProfessionalistInnen und generell mit Berufsbildung als immer wichtiger werdende Aufgabe von Erwachsenenbildung. (Red.)
  1. Julia Schindler
  2. Kurt Schmid
  3. Stefan Vater
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