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Magazin erwachsenenbildung.at

Öffentlichkeit und Markt: Wozu ein öffentliches Bildungswesen?

Nr.32 | Oktober 2017 | ISSN 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Ausgabe 32 des Meb stellt sich in fünfzehn Beiträgen den Privatisierungstendenzen in der Erwachsenenbildung und einer vertieften Auseinandersetzung zwischen Öffentlichkeit, Markt und Bildung.

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Günter Hefler, Eva Steinheimer, Janine Wulz

Lebenslanges Lernen zwischen Konfliktaustragung und Institutionalisierung – Das Beispiel des Zweiten Bildungswegs

Ein Teilprojekt des Forschungsprojekts ENLIVEN (Encouraging Lifelong learning for an Inclusive and Vibrant Europe), das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Horizon-2020-Programms finanziert wird (Laufzeit 2016 bis 2019), beschäftigt sich mit den Angeboten des Zweiten Bildungswegs. Auf der Analyseebene des organisationalen Feldes wird untersucht, welche Rolle Marktmechanismen und öffentliche Regulierungen für die Institutionalisierung des Zweiten Bildungswegs spielen. In diesem Beitrag stellen die AutorInnen erste Ergebnisse dieses Teilprojekts am Beispiel der Berufsreifeprüfung und der Gymnasien für Berufstätige vor. Zentrale Befunde: Der Zweite Bildungsweg zerfällt in Österreich in einzelne Subfelder, weswegen pauschale Aussagen nicht möglich sind und eine Herausbildung von gemeinsamen institutionellen Grundlagen erschwert wird. Die institutionellen Grundlagen müssen Subfeld für Subfeld rekonstruiert werden. Die Perspektive des organisationalen Felds hilft dabei, institutionelle Einheiten abzugrenzen, für die sich sinnvoll die Frage nach Professionalisierungsstrategien stellen lässt. Denn Professionalisierung ist auch eine Strategie, die Macht der ArbeitgeberInnen – ob nun gewinnorientierte Unternehmen oder die öffentliche Hand –, die Lohn- und Arbeitsbedingungen diktieren, zu begrenzen. (Red.)
  1. Günter Hefler
  2. Eva Steinheimer
  3. Janine Wulz