Beruf und Berufsfindung aus einer Lebenslaufperspektive
Die Entwicklung von Handlungsmacht an einem Beispiel
Wurzenberger, Julia (2026): Beruf und Berufsfindung aus einer Lebenslaufperspektive. Die Entwicklung von Handlungsmacht an einem Beispiel. In: Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs. Ausgabe 57, 2026. Online: https://erwachsenenbildung.at/magazin/ausgabe-57.
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Artikel als PDF herunterladendownloadDer Beitrag befasst sich mit der biographischen Gestaltung von Lebensläufen und der Bedeutung individueller Handlungsmacht (Agency) in einer sich wandelnden Arbeitswelt. Anhand der Fallstudie „Patrick“ wird deutlich gemacht, wie ein junger Mann durch selbstbestimmte Entscheidungen und die Reflexion informeller Lernerfahrungen den Übergang von fremdbestimmten Erwartungen zu einer autonomen Berufslaufbahn bewältigt. Die Autorin stützt sich dabei auf die Praxistheorie von Theodore Schatzki sowie die Methode der Narrationsanalyse, um das Zusammenspiel von individueller Identität und gesellschaftlichen Strukturen zu beleuchten. Dabei wird die Bedeutung von „linked lives“ und sozialen Unterstützungsstrukturen für gelingende Transitionen im Sinne des „Doing Transitions“-Ansatzes sichtbar. Biographiearbeit in der Erwachsenenbildung solle Lernende dabei unterstützen, ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und Übergänge aktiv zu gestalten, so die Autorin. Zudem fordert sie eine stärkere Professionalisierung und Weiterentwicklung der Biographiearbeit in der Erwachsenenbildung.
English Abstract
Career and Career Choice from a Life Course Perspective- Developing agency: a case study
The article is concerned with the biographical shaping of life courses and the importance of individual
agency in a changing world of work. The “Patrick” case study is used to show how a young man deals
with the transition from externally determined expectations to an autonomous career through selfdetermined
decisions and reflection on informal learning experiences. The author draws on Theodore
Schatzki’s practice theory and the narrative analysis method to examine the interplay of individual
identity and social structures. The importance of “linked lives” and social support structures for successful
transitions in the sense of a Doing Transitions framework becomes apparent. According to the author,
biography work in adult education should help learners to recognize their own resources and actively
shape transitions. She also calls for stronger professionalisation and further development of biography
work in adult education.chevron_leftZurück zum Inhaltsverzeichnis