Verstehen und Verstanden werden

Bildungs- und Berufsberatung für Personen mit Migrationsbiografie

Datum: 18.11. - 19.11.2026
Referent*innen: Vera Lujic-Kresnik, Mümtaz Karakurt
Ort: St. Wolfgang
Veranstalter: bifeb
Kategorie: PRÄSENZ
Bereich: Beratung in der Erwachsenenbildung
Umfang: 14 UE

Österreich war und ist ein Einwanderungsland. Eine erhebliche Anzahl der hier lebenden Menschen hat selbst Migrationserfahrung oder stammt aus Familien mit internationaler Geschichte. Die österreichische Bevölkerung ist heute von großer sprachlicher, kultureller und religiöser Vielfalt geprägt. Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, Lebenswelten und Traditionen tragen zum gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben des Landes bei.

Diese Diversität zeigt sich unter anderem in der Bildungs- und Berufsberatung, wo Menschen mit unterschiedlichen Lebenswelten, Qualifikationen und Berufsbiografien aufeinandertreffen. Vielfalt und Diversität in einer Migrationsgesellschaft können jedoch auch Verunsicherung auslösen, Ängste hervorrufen und sogar zu Ablehnung führen. Gleichzeitig können sie Neugier und den Willen zum Lernen anregen sowie zu einer erfolgreichen Inklusion beitragen, wodurch sich enorme Chancen für eine individuelle und passgenaue Beratung ergeben.

Wie wir darauf reagieren, hängt einerseits von den bestehenden Systemen und Strukturen und andererseits von unserer eigenen Perspektive, unseren Erfahrungen und Wahrnehmungen ab. Erkennen wir darin Möglichkeiten für eine funktionierende „WIR-Gesellschaft“, für uns selbst oder unseren Beruf und gleichzeitig für unsere Zielgruppen? Wie könnte eine Gesellschaft konkret aussehen, die Diversität nicht nur akzeptiert, sondern aktiv als Bereicherung betrachtet?

Es wird deutlich, dass der Bildungssektor hier eine zentrale Rolle spielt, um ein besseres Verständnis für die Herausforderungen und Chancen einer Migrationsgesellschaft zu entwickeln. Die Schwerpunkte auf transkulturellen Kompetenzen, die Reflexion der eigenen Wahrnehmung sowie der Umgang mit Diversität sind besonders wichtig, um eine erfolgreiche Inklusion zu fördern.


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