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LLL-Award 2011 für BFI Steiermark

06.12.2011, Text: Michaela Schneider, BFI Österreich
Der diesjährige Lifelong Learning Award in der Kategorie Erwachsenenbildung geht an das Berufsförderungsinstitut Steiermark.
Qualitätsauszeichnung für Vorzeigeprojekte
Seit 2008 prämiert die Nationalagentur Lebenslanges Lernen – zuständig für die Umsetzung des EU-Bildungsprogramms in Österreich – jährlich die besten europäischen Kooperationsprojekte. Preise gibt es in fünf Kategorien:
  • Produkte und Ergebnisse
  • Comenius (Schulbildung und Kindergärten)
  • Erasmus (Hochschulbildung)
  • Leonardo da Vinci (Berufsbildung)
  • Grundtvig (Erwachsenenbildung)

Eine internationale Jury wählt aus den Einreichungen ein Siegerprojekt in jeder Kategorie aus. Entscheidend dafür ist die Qualität der durchgeführten Projekte. 2011 liegt das Augenmerk auf der Eignung der Projektprodukte und -ergebnisse für die Zielgruppe sowie auf ihrer Marktfähigkeit.

BotschafterInnen engagieren sich für berufliche und allgemeine Bildung
Weitere Auszeichnungen bekommen Personen zuerkannt, die durch ihren Einsatz wesentlich zum Erfolg des europäischen Bildungsprogramms beitragen. Die PreisträgerInnen – Botschafterinnen und Botschafter der Programme Comenius, Erasmus, Leonardo da Vinci und Grundtvig – erhalten als Anerkennung unter anderem BFI-Bildungsgutscheine. Bereits zum vierten Mal sponsert das BFI Österreich als Dachverband der Berufsförderungsinstitute damit den Lifelong Learning Award, die Gutscheine übergab Geschäftsführer Michael Sturm.

Verleihung des Lifelong Learning Award 2011
Am 2. Dezember 2011 fand im feierlichen Ambiente des Palais Ferstel in Wien die heurige Award-Zeremonie statt. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und Sektionschef Theodor Siegl vom Unterrichtsministerium überreichten die Auszeichnungen und würdigten die SiegerInnen. Aus BFI-Sicht besonders positiv: Gewinner in der Kategorie "Grundtvig" ist das Berufsförderungsinstitut Steiermark mit dem von ihm koordinierten Projekt "IANUS – European Guidelines on Later Learning in Intergenerational, Intercultural and ICT-based Settings".

Das Siegerprojekt der Erwachsenenbildung
Im Rahmen des IANUS-Projekts gelang es gemeinsam mit Partnerorganisationen aus neun Ländern, Schlüsselfaktoren für erfolgreiches lebenslanges Lernen – namentlich in generationenübergreifender, interkultureller und IKT-gestützter Lernumgebung – zu identifizieren und adäquate Richtlinien, Qualitätsstandards und Lehrmethoden zu entwickeln. Die beiden Projektmanagerinnen Kathrin Karloff und Carina Bachner vom BFI Steiermark waren sichtlich angetan vom Erfolg des von ihnen betreuten Projekts. In ihrer Dankesrede hob Karloff die Wichtigkeit von Angeboten für die Zielgruppe 50+ hervor und forderte auch mehr politische Unterstützung ein. Mit den Preisträgerinnen freute sich BFI-Chef Sturm: "Das BFI Steiermark hat sich immer schon mit viel Engagement an den europäischen Bildungsprogrammen beteiligt und ist zu einem wichtigen Impulsgeber für Innovationen und Weiterentwicklungen an den Berufsförderungsinstituten geworden. Der LLL-Award unterstreicht zudem die herausragende Qualität dieser Arbeit."

Die EU-Projekttätigkeit der BFIs in Zahlen
In der österreichischen Erwachsenenbildungsbranche zählt das BFI, so Sturm, zu den ganz Großen im Projektgeschäft. Seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1995 waren die Berufsförderungsinstitute bis Ende 2010 an nicht weniger als 245 Projekten beteiligt. 99 davon koordinierten die BFIs selbst, weitere 146 gestalteten sie als Partner mit. Die Expertise des mit dem diesjährigen LLL-Award prämierten BFI Steiermark ist dabei unangefochten, nimmt es doch mit 88 Projektbeteiligungen eine führende Stellung unter den BFI-Landesorganisationen ein.

Nachzulesen im Onlinekompendium
Um Informationen über Projektaktivitäten an den BFIs einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und Projektergebnisse zu verbreiten, gibt das BFI Österreich ein jährlich aktualisiertes Kompendium der EU-Projekte heraus. Diese Dokumentation ist übersichtlich nach Landesorganisationen gegliedert; neben Zielgruppe(n), Programm und Durchführungszeitraum sind sämtliche Kooperationspartner eines jeden Projekts aufgelistet. Eine kurze Beschreibung vermittelt einen Eindruck von der inhaltlichen Ausrichtung. Zugleich ist das Kompendium ein Service des BFI-Dachverbandes für die Berufsförderungsinstitute in den Bundesländern. Außer einer deutschen Version steht auf der Website des BFI Österreich auch eine englische als Download zur Verfügung.

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