Staatspreis für Erwachsenenbildung 2026 verliehen

05.11.2026, Text: Sarah-Lisa Winter, bifeb
Das VISTA Science Experience Center des ISTA, der Verein NACHBARINNEN in Wien und Bildungsberaterin Christine Bauer-Grechenig wurden für ihre Leistungen in der Erwachsenenbildung ausgezeichnet.
Die Preisträger:innen mit der Bundeministerin Eva-Maria Holzleitner
Foto: Alle Rechte vorbehalten, Eva Steinheimer, auf erwachsenenbildung.at

Am 4. November 2026 verlieh Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner im Haus der Begegnung Mariahilf in Wien den Österreichischen Staatspreis für Erwachsenenbildung. Mit der Auszeichnung würdigt das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) seit mehr als 60 Jahren herausragende Leistungen und besonderes Engagement in der Erwachsenenbildung.

Ein Musikduo begleitete die feierliche Preisverleihung in der Volkshochschule. Die Bundesministerin nutzte ihre Ansprache, um die Leistungen und das Engagement in der Erwachsenenbildung hervorzuheben.

Der Staatspreis wurde 2026 in drei Kategorien vergeben. Für die beiden ausgeschriebenen Themenschwerpunkte „Wissenschaftsbildung für Erwachsene“ und „Raus aus der Einsamkeit“ gingen insgesamt 53 Einreichungen ein. Eine fünfköpfige Fachjury wählte die Preisträger:innen aus. Die beiden Projektpreise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Wissenschaftsbildung für Erwachsene

In dieser Kategorie wurde das VISTA Science Experience Center des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg ausgezeichnet. Das im Oktober 2025 eröffnete Zentrum macht aktuelle Forschung durch interaktive Ausstellungen, Workshops und Gespräche mit Wissenschaftler:innen zugänglich. Die kostenlosen Angebote vermitteln, wie wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen und überprüft werden, und ermöglichen einen direkten Austausch zwischen Forschung und Öffentlichkeit.

Raus aus der Einsamkeit

Der Staatspreis dieses Themenschwerpunkts ging an den Verein NACHBARINNEN in Wien. Der Verein begleitet geflüchtete und migrierte Familien, insbesondere sozial isoliert lebende Frauen. Sozialassistentinnen mit eigener Flucht- oder Migrationserfahrung besuchen die Familien zu Hause und unterstützen sie beim Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Die muttersprachliche Begleitung verbindet Bildungsarbeit mit konkreter Unterstützung im Alltag.

Erwachsenenbildner:in 2026 – Schwerpunkt Bildungsberatung

Mit dem Jurypreis wurde Christine Bauer-Grechenig für ihr langjähriges Engagement in der Bildungs- und Berufsberatung ausgezeichnet. Sie ist seit 2003 in diesem Bereich tätig und seit 2010 Geschäftsführerin bei BiBer Bildungsberatung. In ihrer Arbeit setzt sie sich besonders für Menschen ein, denen der Zugang zu Bildungsangeboten erschwert ist. Darüber hinaus engagiert sie sich für die Qualitätsentwicklung und Vernetzung der Bildungsberatung in Österreich.

In den kommenden Wochen werden die ausgezeichneten Projekte und die Preisträger:innen in eigenen Beiträgen näher vorgestellt.

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