Call for Papers: Erwachsenenbildung und Sport

02.03.2026, Text: Katrin Sarembe-Dreßler, Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb)
Die Ausgabe 59 “Erwachsenenbildung und Sport –Zwischen Bildung und Building” beschäftigt sich mit dem Verhältnis der Erwachsenenbildung und Sport. Im Magazin rückt ein Themenbereich in den Mittelpunkt, der in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung bislang eher wenig Beachtung findet.
Grafik: Pixabay Lizenz, auf erwachsenenbildung.at

Obwohl Bewegungs- und Sportangebote den quantitativ größten Fachbereich der Erwachsenenbildung darstellen, wie z. B. die aktuelle KEBÖ-Statistik zeigt, ist das Thema in der wissenschaftlichen Reflexion bisher unterrepräsentiert. Oft steht der Sport unter einem gewissen „Ideologieverdacht“ und wird kritisch, als eine Art Instrument neoliberaler Selbstoptimierung betrachtet. Dabei hat die Verbindung von körperlicher Ertüchtigung und Bildung eine lange Tradition, etwa in der Arbeiter*innenbewegung.

Die wissenschaftliche Diskussion und Rezeption zu diesem Themenfeld sind nicht sehr ausdifferenziert, obwohl es eine Vielzahl an unterschiedlichen Themen gibt. 

Annette R. Hofmann (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) und Lukas Wieselberg (ORF Science) rufen mit dem 59. Call for Papers des Magazin erwachsenenbildung.at dazu auf, den unterschiedlichen Dimensionen von Erwachsenenbildung und Sport nachzugehen.

Die Palette an Themengebieten und möglicher Beiträge ist groß:

  • Geschichte(n) von Sport und Erwachsenenbildung
  • Rolle und Funktion von Sport und Bewegung in einer „alternden“ Gesellschaft
  • Erwachsenenbildung der Bewegung - Bewegung der Erwachsenenbildung
  • Genderaspekte des Sports in der Erwachsenenbildung
  • Sport zwischen Internationalismus und Nationalismus, zwischen Toleranz und Fremdenhass
  • Sport als Mittel der Integration von Menschen mit Fluchterfahrung
  • Sport als Instrument der Inklusion von Menschen mit einer körperlichen bzw. geistigen Behinderung
  • Sportvereine und Fitnesscenter als nicht-formale Lernumgebungen
  • Move Literacy - den Bewegungsalltag selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und gesundheitsfördernd gestalten
  • Sport als Ort des Lernens (und Verlernens): von Körperdisziplinierung bis zur gesellschaftlichen Partizipation
  • Funktion und Rolle von Sportvereinen und -verbänden für die Erwachsenenbildung
  • Sportaktivität als Mittel der sozialen Distinktion
  • Sport als Beitrag zur Förderung von Schlüsselkompetenzen der Beschäftigungsfähigkeit
  • Digitalisierung und Sport in der Erwachsenbildung
  • Vom Yoga zu TaiChi: Die Bedeutung von alternativen Sport- und Bewegungsangeboten in der Erwachsenbildung

 

Interessierte können Beiträge bis 10. August 2026 in folgenden Rubriken übermitteln: Thema, Standpunkt, Praxis, Porträt und Kurz vorgestellt. Die Redaktion empfiehlt vor einer Einreichung Kontakt aufzunehmen, um sich über die geplante Einreichung mit Redaktion und Herausgeber*innen abzustimmen. Alle Einreichungen werden einem Review unterzogen und bei Aufnahme in die Ausgabe lektoriert.

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