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Geschichte

Christoph Straka (2017)

Die Erwachsenenbildungsforschung ist mit ihren Anfängen um 1900 ein verhältnismäßig junges Wissenschaftsfeld. Einer der Gründe dafür ist im spezifischen Entstehungsprozess der Erwachsenenbildung zu finden. Diese entwickelte sich durch lokale Kräfte „von unten“ (vgl. Filla 2014), in privaten Rechtsformen und unter überwiegend privater Finanzierung. So entstand eine Vielfalt an Einrichtungen der bürgerlich-liberalen Volksbildung und der ArbeiterInnenbildung. Aus dieser vielfältigen Volksbildungslandschaft ging zwar keine ausgearbeitete Theorie hervor. Dennoch wurden in dieser Zeit erste Schritte einer Erwachsenenbildungsforschung getätigt. Dies geschah sowohl im empirischen Bereich als auch in der theoretischen Reflexion der Volksbildungstätigkeit. In der Zweiten Republik wurde an diese ersten Schritte zunächst nicht angeschlossen. So dauerte es bis in die 1970er-Jahre, ehe sich die Volksbildung – nun als Erwachsenen- und Weiterbildung – als (außer-)universitäre Forschungsdisziplin zu etablieren begann. Seit den 1990er-Jahren kann von einer weiteren Ausdifferenzierung dieser Disziplin gesprochen werden. Forschungsinhalte und Methoden vervielfältigten sich, Projekte und Studien konnten nicht zuletzt durch Finanzmittel der EU realisiert werden.

 

Zitierhinweis: Dossier "Wissenschaft und Forschung in der Erwachsenenbildung", Text CC BY 4.0 Daniela Holzer, Karin Gugitscher und Christoph Straka (2017), auf www.erwachsenenbildung.at