INITIATIVE ERWACHSENENBILDUNG (IEB)

Initiative Erwachsenenbildung steht für die Länder-Bund-Initiative zur Förderung grundlegender Bildungsabschlüsse für Erwachsene. Ihr Ziel ist es, in Österreich lebenden Jugendlichen und Erwachsenen auch nach Beendigung der schulischen Ausbildungsphase den Erwerb grundlegender Kompetenzen und Bildungsabschlüsse unentgeltlich zu ermöglichen.

 

Programmbereiche der Initiative Erwachsenenbildung

Die Initiative Erwachsenenbildung (IEB) ist eine Kooperation der Länder und des Bundes. Sie stellt Fördermittel zur Realisierung von Bildungsangeboten in den Bereichen Basisbildung/Grundkompetenzen und Pflichtschulabschluss zur Verfügung. Darüber hinaus gewährleistet sie durch die Schaffung von österreichweit gültigen qualitativen Rahmenrichtlinien einen hohen Qualitätsstandard für diese Programmbereiche.


TeilnehmerInnen profitieren durch:

 

  • kostenfreie Kursmaßnahmen
  • qualitativ hochwertige, erwachsenengerechte, lebensphasenadäquate und bedürfnisorientierte Angebote in professionellen Erwachsenenbildungsinstitutionen

 

Institutionen der Erwachsenenbildung profitieren durch:

 

  • Sicherung grundlegender Angebotsbereiche
  • qualitative Rahmenrichtlinien mit erheblichem Gestaltungsspielraum für die Konzipierung eines zielgruppenspezifischen Bildungsangebots
  • gleiche Rahmenbedingungen in allen Bundesländern

Basisbildung/Grundkompetenzen

Dieser Programmbereich richtet sich an Menschen, die Basiskompetenzen nicht oder nicht ausreichend erlernen konnten. Wesentliche Elemente der Bildungsangebote dieses Bereichs sind:

 

  • zielgruppenadäquate institutionelle Rahmenbedingungen
  • professionelle Beratungs- und Eingangsphase
  • Individualisierung der Kursangebote
  • integrierte Lebensplanungs- und Bildungsberatung
  • qualifizierte Trainer/innen
  • allfällige Begleitmaßnahmen, wie z.B. Kinderbetreuung
  • Aktivitäten- und Erfolgsmonitoring sowie Mitwirkung an der Programmevaluierung

 

Kurse im Rahmen der "Integrationsvereinbarung" bzw. die Maßnahmen des "Integrationsfonds" sind kein Bestandteil des Förderprogramms. Die inhaltliche und finanzielle Zuständigkeit für diese Maßnahmen liegt weiterhin beim Bundesministerium für Inneres bzw. dem Österreichischen Integrationsfonds.

Pflichtschulabschluss

Dieser Programmbereich richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, welche keinen positiven Abschluss der 8. Schulstufe haben oder die 4. Klasse Hauptschule in einzelnen Gegenständen negativ abgeschlossen haben und diese Fächer nun absolvieren wollen, um ein positives Gesamtzeugnis zu erhalten.


Wesentliche Elemente der Kursmaßnahme sind:

 

  • eine (gegebenenfalls in die Maßnahme integrierte) Clearingphase zur Kompetenzfeststellung und Erarbeitung eines individuellen Entwicklungsplans/zielgruppenadäquate Erarbeitung des Kerncurriculums
  • bedarfsgerechte Vertiefungsangebote zur individuellen Förderung bzw. Zusatzangebote zur Sicherung des Lernertrags (Lernhilfe, IT-Kompetenzen, ...)
  • kontinuierliche Lernbegleitung (z.B. durch Coaching-Angebote, sozialpädagogische Betreuung usw.) sowie Übergangsberatung und Schnittstellenbetreuung (z.B. Richtung AMS)
  • Aktivitäten- und Erfolgsmonitoring sowie Mitwirkung an der Programmevaluierung

Fachspezifische Erstausbildung und Portfolio für BasisbildungstrainerInnen

TrainerInnen, die im Rahmen der Initiative Erwachsenenbildung im Zuge des Akkreditierungsverfahrens eine facheinschlägige Aus- und Weiterbildung nicht ausreichend nachweisen konnten, hatten die Möglichkeit, diese Erstausbildung zwischen Jänner und Mai 2013 in Form eines Lehrgangs kostenlos nachzuholen. Für TrainerInnen mit ausreichender Praxiserfahrung und den nötigen Kompetenzen war es zudem möglich, Anfang 2013 ihre Kompetenzen in einem Portfolioprozess anrechnen zu lassen. Die Lehrgänge werden von Birgit Aschemann, Verein Frauenservice Graz, evaluiert.

Weitere Informationen

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