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Projekte zu Basisbildung, für MigrantInnen und zu Qualifizierung für Frauen

Basisbildung und Grundkompetenzen bilden die Voraussetzung für eine aktive Teilnahme an Gesellschaft, Demokratie, Wirtschaft und Arbeitswelt. Durch sie wird jede Form der Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen erst möglich. Ziel dieses Programms ist es, MigrantInnen und bildungsfernen Frauen ohne diese Voraussetzungen oder mit mangelnden Kenntnissen geeignete Angebote zur Erlangung einer fundierten Grundbildung zu machen, Barrieren abzubauen, zu motivieren, zu beraten und zu informieren.

Koordination des Förderprogramms: Mag.a Regina Rosc

Basisbildung für MigrantInnen

Die Maßnahmen berücksichtigen die speziellen Lebensumstände der Zielgruppe und bieten mit niederschwelligen Bildungsangeboten und Coachings den Einstieg in einen Bildungsprozess, der die TeilnehmerInnen zur aktiven Gestaltung ihrer Integration ermächtigt. Die Sprachförderung für MigrantInnen erfolgt nicht isoliert, sondern ist Teil von Bildungsmaßnahmen, die neben der Sprachkompetenz (Alphabetisierung, Deutsch und Herkunftssprache), Kompetenzen in den Bereichen EDV, Mathematik und politische Bildung sowie Lernkompetenzen und soziale Kompetenz vermitteln. Mehrsprachige Begleitangebote wie Bildungsberatung, Coaching, Mentoring oder Peer Groups sichern die nachhaltige Wirkung der Bildungsmaßnahmen.

Zusätzlich wird die Entwicklung von Modellen der Dokumentation, Bewertung und Anerkennung von Kompetenzen im Bereich Basisbildung und Spracherwerb gefördert. Diese Kompetenzprofile können als Basis für individuelle Bildungspläne aber auch als Nachweis am Arbeitsmarkt herangezogen werden. Zur Stärkung der Handlungskompetenz und politischen Partizipation von Migrantinnen wird im Rahmen dieses Programmes die Erarbeitung eines Curriculums zur politischen Bildung gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung eines österreichweiten Ausbildungsangebots für TrainerInnen im Bereich Basisbildung und Zweitspracherwerb für MigrantInnen. Wesentliche Prinzipien des Lehrgangs sind LernerInnenorientierung, autonomes Lernen, Steuerung und Reflexion des Lernprozesses mittels Portfolio. Als Zielgruppe werden speziell TrainerInnen mit Migrationshintergrund angesprochen.

Qualifizierung für Frauen

Lernungewohnte und bildungsferne Frauen, die auf Grund ihres Alters, Bildungs- und Qualifikationsniveaus sowie mangelnder IKT-Kenntnisse besondere Diskriminierung erfahren, werden in ländlichen und urbanen Regionen gezielt angesprochen und vor Ort über spezielle Bildungsangebote informiert und beraten. In mobilen "IKT-Lernwerkstätten" oder im Bildungsmodell "Lernarrangement" erwerben die Frauen Computerkompetenz, Lernkompetenz, lernen sich selbst zu organisieren, entwickeln Kooperationsbereitschaft und Eigeninitiative. Begleitend dazu werden Bildungsberatung mit Potentialanalysen und Coaching angeboten. Die Bildungsmodelle für diese Zielgruppe werden derzeit in andere Regionen transferiert, den Bedürfnissen vor Ort angepasst und gleichzeitig weiterentwickelt. Längerfristiges Ziel ist es, mit Unterstützung des Programms lebensbegleitendes Lernen für lernungewohnte Frauen strukturell und bildungspolitisch in der Erwachsenenbildung zu verankern.
Geförderte Projekte

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