Externist/innenreifeprüfung

Die ExternistInnenreifeprüfung ("Externistenprüfung" lt. Schulunterrichtsgesetz) ist eine weitere Art, auf dem zweiten Bildungsweg die Hochschulreife zu erhalten. Die erfolgreiche Ablegung der Externistenprüfung verleiht den AbsolventInnen dieselben Studien- und sonstigen Berechtigungen wie ein an einer Schule erworbenes Reifezeugnis des gleichen Typs der allgemeinbildenden höheren Schule. Häufig werden solche Prüfungen von AbsolventInnen einer Privatschule abgelegt.

Voraussetzungen

  • positiver Abschluss der 8. Schulstufe

Berechtigungen

  • Allgemeine Berechtigung zum Studium an Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen, Akademien und Kollegs (Studienwechsel möglich)
  • Berechtigung für den gehobenen Dienst in der Verwaltung
  • Berufliche und gewerbliche Berechtigung im BHS-Bereich (Berufsbildende Höhere Schulen), sofern die erforderlichen Praktika in Betrieben absolviert wurden

Ansuchen um Zulassung

Das Zulassungsansuchen ist beim jeweiligen Landesschulrat bzw. Stadtschulrat für Wien einzubringen.

Prüfungen

Die Anforderungen richten sich nach dem jeweiligen Schultyp.
z.B. Oberstufenrealgymnasium mit ergänzendem Unterricht in Biologie und Umweltkunde, Physik sowie Chemie: Dreizehn Pflichtgegenstände, davon vier zur Reifeprüfung, sowie zwei Wahlpflichtgegenstände (Pflichtgegenstände: Deutsch, 1. lebende Fremdsprache, Latein oder 2. lebende Fremdsprache, Geschichte und Sozialkunde, Geographie und Wirtschaftskunde, Mathematik, Biologie und Umweltkunde, Chemie, Physik, Psychologie und Philosophie, Informatik, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung).

Prüfungsvorbereitung

Zur Vorbereitung auf die Externistenprüfung werden den TeilnehmerInnen Kurse von den Volkshochschulen und den diversen Privatschulen angeboten.

Dauer

zwei bis drei Jahre, je nach Vorkenntnissen

Stipendienbezug

nicht möglich

Ergänzungsprüfungen

Abhängig vom Lehrplan, nach dem die TeilnehmerInnen die Externistenprüfung absolviert haben, und abhängig davon, welches Universitätsstudium gewählt wurde, kann die Absolvierung von Ergänzungsprüfungen zusätzlich notwendig sein (z.B. Absolvierung des sogenannten Latinums für Jus oder Medizin, sofern Latein nicht als Fremdsprache absolviert wurde).
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