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TeilnehmerInnen in der Erwachsenenbildung

Bevölkerung, Bildungsstand und -beteiligung
Die viel propagierte Forderung nach lebenslangem Lernen spiegelt sich im wachsenden Weiterbildungsinteresse der Bevölkerung wider. Der steigenden Nachfrage entspricht auch ein breiteres und vielfältigeres Angebot seitens der AnbieterInnen von Erwachsenen- und Weiterbildung. Obwohl bereits erste Plateaueffekte erkennbar werden, ist ein Ende des Trends hin zu mehr bzw. fortwährender Bildung nicht in Sicht.

Bevölkerung

Eine Darstellung der Ist-Situation der österreichischen Erwachsenen- und Weiterbildung macht allerdings erst dann Sinn, wenn man den demographischen Kontext nicht außer Acht lässt: Österreich zählt 8,54Millionen EinwohnerInnen, von denen etwa 4,1 Millionen erwerbstätig sind (3,56 Millionen unselbständig Erwerbstätige und in etwa 463.000 selbständig Erwerbstätige). Die Arbeitslosigkeit liegt nach EU-Standard zurzeit bei etwa 5,6 %. Das entspricht im Jahresschnitt etwa 244.900 Personen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei den Frauen derzeit bei 83,7 Jahren und bei den Männern bei 78,9 Jahren. Die Gesamtzahl der Pensionsbeziehenden, die Alterspension beziehen sowie jener die Pensionen aufgrund geminderter Arbeitsfähigkeit und die Witwen- und Waisenpensionen beziehen, liegt in Österreich insgesamt bei etwa 2,31 Millionen Pensionsbeziehende. (Stand: 2015)

Bildungsstand

Der Bildungsstand der Bevölkerung hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten in Richtung einer Höherqualifizierung verändert. War ein Pflichtschulabschluss noch 1971 der höchste Abschluss mehr als der halben Wohnbevölkerung Österreichs (57,8 %), so war dies 2013 nur mehr bei 15,6 % der Fall. 39,5 % hatten 2013eine Lehre abgeschlossen, 13 % eine berufsbildende mittlere Schule und 15,5 % eine höhere Schule. 16,3% verfügten über einen Hochschul- oder Universitätsabschluss.

Weiterbildungsbeteiligung

Laut Statistik Austria haben 2014 etwa 669.800 Personen, die älter als 15 Jahre sind, an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. 365.400 nahmen vorwiegend an beruflicher Weiterbildung teil, 304.400 bildeten sich vorwiegend privat weiter. Vor allem berufliche Weiterbildung wird von Seiten der Wirtschaft als unverzichtbar angesehen. Der gesellschaftliche Stellenwert der allgemeinbildenden Weiterbildung hingegen scheint manchen Kommentatoren zu Folge tendenziell zu sinken.

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