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Supervisor/in

Aktuelles

Supervision hat ihre Wurzeln in den USA und ist in Österreich bereits seit den 50iger Jahren Teil von Ausbildungsprozessen, die zunächst dazu beitrugen, die Professionalisierung sozialer Berufe voranzutreiben. Mittlerweile ist Supervision in sozialen und öffentlichen Einrichtungen - ob Bewährungshilfe, Schulen, Krankenhäusern, Altenpflege, politischen und Interessensvertretungen - längst zur Selbstverständlichkeit geworden, geschätzte 1.500 Organisationen setzen regelmäßig Supervision zur Bewältigung und Verbesserung des Arbeitsalltags ein. Auch die Wirtschaft, deren Erfolg immer stärker von der Kommunikationskompetenz ihrer MitarbeiterInnen abhängt, erkennt zunehmend den Mehrwert und Nutzen dieses professionellen Beratungsansatzes. Als Methode der systematischen Reflexion von Erfahrungs- und Lernprozessen ist Supervision damit unverzichtbarer Bestandteil des Lebenslangen Lernens von berufstätigen Menschen.

Was ist Supervision?

Die Österreichische Vereinigung für Supervision (ÖVS) versteht Supervision als professionelle Form der Beratung bei beruflichen Angelegenheiten und Herausforderungen von Einzelpersonen, Firmen und Organisationen. Die Supervisorin und der Supervisor unterstützen diese bei der zielgerichteten, effizienten und erfolgreichen Gestaltung ihres Handelns. Ziel von Supervision ist es, im Einzelgespräch, im Team oder in der Gruppe berufliche Situationen zu reflektieren und die TeilnehmerInnen zu befähigen, Probleme und Herausforderungen konstruktiv zu bewältigen, Konflikte zu lösen und Veränderungsprozesse aktiv zu steuern. Durch gezieltes Querdenken und oft überraschendes Fragen initiiert die Supervisorin oder der Supervisor neue Antworten und Lösungen.

Die ÖVS ist erste Ansprechpartnerin in Österreich, wenn es um seriöse Supervision geht. Ziel der ÖVS ist es, das hohe Niveau von Supervision aufrechtzuerhalten und ständig weiter zu entwickeln. Die 1994 gegründete Berufsvereinigung zählt mehr als 1.100 eingetragene Supervisorinnen und Supervisoren sowie Coaches in ganz Österreich, die sich zur Einhaltung strenger ethischer Richtlinien verpflichtet haben.
Die ÖVS ist Mitglied der Association of National Organisations for Supervision in Europe (ANSE). Die ANSE, deren Sitz in Wien ist, wurde 1997 als Europäischer Dachverband der nationalen Berufsverbände für Supervision gegründet. Ihr gehören mittlerweile 24 Länderorganisationen mit insgesamt rund 7.000 Supervisorinnen und Supervisoren an. Mit der europäischen Zusammenarbeit strebt die ANSE die Professionalisierung von Supervision auf internationalem Niveau an.

Wo hilft Supervision?

In der Hektik des beruflichen Alltags werden erste Anzeichen für problematische Entwicklungen leicht übersehen. Wenn die Situation festgefahren und eine Sackgasse schon erreicht ist, geht oft der Blick für das Ganze verloren. Zusammenhänge, Lösungsalternativen und vorhandene Kompetenzen können nicht mehr wahrgenommen werden. Unzufriedene KundInnen, demotivierte oder gar "ausgebrannte" MitarbeiterInnen und erhöhte Krankenstände sind Alarmzeichen, die Handlungsbedarf anzeigen.

Regelmäßige Supervision trägt zur Bewältigung solcher Herausforderungen und Probleme und somit zur nachhaltigen Qualitätssicherung bei. Für viele Unternehmen und Organisationen - ob Klein- und Mittelbetriebe, Sozialeinrichtungen, Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser, Interessensvertretungen, Social-Profit-Organisationen oder Verwaltung - ist es eine Selbstverständlichkeit, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Supervision zu ermöglichen. Sie nutzen dieses professionelle Angebot, um Arbeitsqualität und Arbeitszufriedenheit auf einem optimalen Niveau zu sichern.

Was bietet Supervision?

  • Reflexions- und Entscheidungshilfe bei aktuellen Anlässen
  • Unterstützung in herausfordernden oder belastenden Arbeitssituationen und Konflikten
  • Klärung und Gestaltung von Aufgaben, Aufträgen, Funktionen und Rollen
  • Innovative Lösungen bei neuen Herausforderungen
  • Mobbing- und Burnout-Prophylaxe

Wie gestaltet sich Supervision?

Supervisionsprozesse können sich über mehrere Stunden, aber auch über längere Zeiträume erstrecken. Dabei reicht die Bandbreite der 50-minütigen Supervisionssitzungen von ein Mal pro Woche über ein Mal im Monat bis zur Vereinbarung von Terminen in unterschiedlichen Zeitabständen. Die Kosten einer Supervisionsstunde liegen bei rund 90 Euro, eine Refundierung ist in vielen Fällen über den Dienstgeber möglich.
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