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Bildungsmanager/in

Neuen Herausforderungen begegnen

Ein Bereich, in dem die Professionalisierungstendenzen in der Erwachsenen- und Weiterbildung besonders sichtbar werden, ist der Bereich des Bildungsmanagements. Ressourcenknappheit und steigende Komplexität der Aufgabenfelder der Erwachsenen- und Weiterbildung erfordern neue Handlungsstrategien und zusätzliche Kompetenzen. Das Berufsbild des bzw. der BildungsmanagerIn ist eine mögliche Antwort, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Wer ist BildungsmanagerIn?

Häufig treten BildungsmanagerInnen als LeiterInnen der Weiterbildungsabteilung eines Unternehmens oder einer Erwachsenen- oder Weiterbildungseinrichtung auf. Aber auch die bzw. der klassische hauptamtliche pädagogische MitarbeiterIn, wie er oder sie früher genannt wurde, ist immer mehr auch mit Aufgaben aus dem Bildungsmanagement betraut.

Wozu Bildungsmanagement?

Beim Bildungsmanagement geht es jedoch keineswegs nur darum, die Weiterbildungsabteilung bzw. Erwachsenen- und Weiterbildungseinrichtung nach rein betriebswirtschaftlichen und marktstrategischen Kriterien und Überlegungen zu einem gewinnträchtigen Unternehmen umzustrukturieren. Obgleich diese Tendenz besteht, entstand das Bildungsmanagement aus der Erkenntnis, dass neue Strategien gefunden werden müssen, um den neuen Anforderungen einer sich verändernden Bedürfnissituation in der Erwachsenen- und Weiterbildung generell, aber auch der Dynamik und Unberechenbarkeit eines sich im Entstehen befindlichen globalen freien Bildungsmarktes erfolgreich begegnen zu können. Bildungsmanagement ist also einerseits eine Chance Neues zu schaffen, und andererseits eine strategische und mittlerweile ökonomische Notwendigkeit, um eine Erwachsenen- und Weiterbildungseinrichtung in eine gesicherte Zukunft zu führen.

Was ist Bildungsmanagement?

Zentrale Aufgabe des Bildungsmanagements ist es somit, im weitesten Sinne erwachsenen- und weiterbildnerische mit betriebswirtschaftlichen Denk- und Sichtweisen so zusammenzuführen, dass sie einander strategisch ergänzen, um so die vielfältigen Interessen der Erwachsenen- und Weiterbildung ihrem Wesen angemessen vertreten zu können.

Das Institut für Bildungsmanagement der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg erklärt den Begriff Bildungsmanagement folgendermaßen: "Bildungsinstitutionen von der Schule über die Erwachsenenbildung bis zur betrieblichen Weiterbildung müssen den Anforderungen einer Welt im permanenten Wandel Rechnung tragen. Es gilt Bildungsinstitutionen von "Lernanstalten" zu vielfältigen und inspirierenden "Lernlandschaften" umzubauen. Dazu ist nicht bürokratische Verwaltung gefragt, sondern modernes, visionäres und effektives Management. Für uns heißt Bildungsmanagement: Visionen entwickeln, Bildungsprozesse wirksam steuern und Führung professionell gestalten." (Quelle: Pädagogische Hochschule Ludwigsburg 2005)

In einem Expertengespräch "Erwachsenenbildung nachhaltig gestalten", veranstaltet vom Anbieterverbund des Studiengangs "Bildungsmanagement" der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg wurden unter anderem folgende Thesen diskutiert:

  • Betriebswirtschaftliche Kenntnisse schaffen pädagogische Freiräume
  • Die Ebbe in den öffentlichen Kassen führt zu Legitimationszwängen in ganz neuer Form
  • Erwachsenenbildung braucht neue Finanzierungsquellen - aber um im Bild zu bleiben: sie braucht "Quellen" nicht "Schauer"
  • Erwachsenenbildungs-Marketing muss die veränderten Bedürfnisse ernst nehmen
  • Systematische Organisationsentwicklung ist besser als ängstliches Reagieren


Diese Überlegungen geben einen exemplarischen Eindruck davon, mit welchen Anliegen sich Bildungsmanagement u.a. in der Praxis auseinanderzusetzen hat.


Welche Kompetenzen BildungsmanagerInnen benötigen, um diesen Beruf erfolgreich ausführen zu können, erfahren Sie hier.

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