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LEONRARDO DA VINCI (2007 - 2013)

Das Programm der Europäischen Union LEONARDO DA VINCI ist ein Unterprogramm des Programms für Lebenslanges Lernen. Es ist an die Lehr- und Lernbedürfnisse der an der beruflichen Aus- und Weiterbildung beteiligten AkteurInnen ausgerichtet. Es unterstützt länderübergreifende Mobilität und europäische Projekte zur Entwicklung oder zum Transfer von Innovationen und Netzen. So werden beispielsweise Auslandsaufenthalte zum beruflichen Lernen sowie europäischen Partnerschaften, die innovative Lehr- und Lernmaterialien oder Zusatzqualifikationen entwickeln, gefördert.


Die Einreichfristen sind je nach Aktivität unterschiedlich und im Terminkalender erfasst.
Programm und Ziele
Das Programm richtet sich an Auszubildende in der Erstausbildung, an Personen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, und an Fachleute der Berufsbildung sowie an in diesem Bereich tätige Organisationen.

Die wesentlichen Schwerpunkte von LEONARDO DA VINCI Maßnahmen sind Mobilität und Partnerschaften, multilaterale Projekte für die Übertragung und Entwicklung von Innovationen sowie die Bildung von Netzwerken.

Im Zeitraum bis 2010 werden u.a. die prioritären Aktionsbereiche wie  Entwicklung und Erprobung des Europäischen Leistungspunktesystems für die Berufsbildung (ECVET), die Implementierung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) und das Follow-up der Schlussfolgerungen des Rates von 2004 über die Qualitätssicherung in der Berufsbildung gefördert.
Zielgruppen
LEONARDO DA VINCI richtet sich an alle AkteurInnen der beruflichen Bildung, wie zum Beispiel:

  • Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und das Handwerk
  • Kammern
  • Sozialpartner
  • Berufsbildungseinrichtungen, -zentren oder -organisationen auf allen Ebenen
  • Schulen
  • Hochschulen
  • Institutionen des Bundes und der Länder
  • Forschungszentren und -organisationen
  • Gebietskörperschaften
  • Verbände
  • Nichtregierungsorganisationen (NRO)
Geförderte Aktivitäten
Folgende Aktivitäten werden im Programm LEONARDO DA VINCI gefördert:

Aktion 1 - Mobilität von Einzelpersonen

Auszubildende und AusbildnerInnen haben die Möglichkeit, sich in Europa für mehrere Monate sprachlich und beruflich weiterzuqualifizieren und wichtige Auslandserfahrungen zu sammeln. Gefördert wird:


  • Mobilität von Personen in beruflicher Erstausbildung (2-39 Wochen)
  • Mobilität von Personen auf dem Arbeitsmarkt (2-26 Wochen)
  • Mobilität und Erfahrungsaustausch Verantwortlichen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung (1-6 Wochen) 

Anträge sind bei der Nationalagentur Österreich einzureichen.

Aktion 2 - Partnerschaften

Unter Partnerschaften wird die themenbezogene Zusammenarbeit in einem Projekt von Einrichtungen aus drei verschiedenen EU-Ländern verstanden, deren Ergebnisse beispielsweise ein gemeinsamer Bericht, eine Konferenz, eine CD, ein Produkt oder ein Ausbildungskonzept sein kann.


Anträge sind bei der Nationalagentur Österreich einzureichen.

Aktion 3 a - Multilaterale Projekte (Innovationstransfer)

Beim Innovationstransfer geht es vorrangig um die Identifizierung von innovativen Lösungen, Produkten und Konzepten und deren Anpassung für ihre Anwendung in bestimmten Mitgliedsländern. Es kommt nicht darauf an, in welchem Kontext die Ergebnisse/Konzepte entwickelt wurden, sondern auf die Umsetzung in einem Bildungssystem bzw. in der Berufsbildungspraxis.

Anträge sind bei der Nationalagentur Österreich einzureichen.

Aktion 3 b - Multilaterale Projekte (Innovationsprojekte)

ierbei handelt es sich insbesondere um Projekte, die ihren Focus auf die Verbesserung der Berufsbildungssysteme haben. Hierbei ist die Entwicklung von vollkommen neuen Lösungen gemeint, beispielsweise die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren, die bislang so nicht existiert haben.

Anträge sind bei der Exekutivagentur einzureichen.

Aktion 4 - Multilaterale Netze

Unter Multilaterale Netze werden thematische Netzwerke verstanden, welche sich mit spezifischen Fragen der beruflichen Bildung befassen und aus ExpertInnen und Organisationen bestehen.

Anträge sind bei der Exekutivagentur einzureichen.

Aktion 5 - Flankierende Maßnahmen

Diese Maßnahmen unterstützen die Erreichung der Ziele des Gesamtprogramms und fördern Aktivitäten, die im Rahmen der Hauptaktion so nicht gefördert werden könnten, beispielsweise Kommunikationsaktivitäten, Maßnahmen zur Verbreitung und Nutzung,  thematisches Monitoring von Projekten, etc.

Anträge sind bei der Exekutivagentur einzureichen.


Für alle Aktionen gilt: Zu bestimmten Zeiten werden "Calls" veröffentlicht, die zur Antragstellung aufrufen. Anträge können nur von "juristischen Personen" (Einrichtungen wie Organisationen, Unternehmen, etc.) eingereicht werden, nicht jedoch von Einzelpersonen. Die Antragsformulare können je nach Aktion entweder bei der Nationalagentur Österreich oder der Exekutivagentur angefordert bzw. heruntergeladen werden. Für die Aktionen 2, 3a, 3b und 4 gibt es eine Mindestbeteiligung von drei ProjektpartnerInnen aus unterschiedlichen Ländern. Zusätzlich haben diese Aktionen eine Maximallaufzeit von 24 Monaten.
Einsatzbeispiel: Aktion 3a - Multilaterales Innovationstransferprojekt "Peer Review Extended II"

Projektbeschreibung

Das Projekt "Peer Review Extended II. Transfer and further development of the European Peer Review methodology as an element of the Common Quality Assurance Framework (CQAF)" baut auf den Ergebnissen der Projekte "Peer Review in der beruflichen Erstausbildung" (2004-2007) und "Peer Review Extended" (2007) auf. In diesen beiden Projekten wurde ein Europäisches Peer Review Verfahren für die externe Evaluierung von Berufsbildungseinrichtungen in Europa entwickelt. Die erste Version des Verfahrens für die berufliche Erstausbildung wurde 2006 in acht Ländern (AT, DK, IT, FI, UK, PT, NL, RO) erfolgreich pilotiert, das zugehörige Handbuch ist 2007 in mehreren Sprachen erschienen. 2007 folgten weitere vier Pilotversuche (AT, DE, ES, HU) und es wurde eine "Toolbox" zur Durchführung von Peer Review für Berufsbildungseinrichtungen entwickelt. Es wurden nationale Implementierungsbestrebungen (AT, FI, IT) analysiert sowie die Verwendung des Peer Review Verfahren für die weitere Implementierung und Verbesserung des "Gemeinsamen Bezugsrahmen für die Qualitätssicherung" (CQAF) auf allen Ebenen (institutionell, national, europäisch) unterstützt.


Ziel des Projekts "Peer Review Extended II" ist der Transfer und die Weiterentwicklung des Europäischen Peer Review Verfahrens als Element des "Gemeinsamen Bezugsrahmen für Qualitätssicherung" (CQAF).

In dem Projekt wird insbesondere


  • die (weitere) Verbreitung und der Transfer des Europäischen Peer Review Verfahrens in den teilnehmenden Ländern unterstützt,
  • das Verfahren an die Bedürfnisse und spezifischen Situationen in den "neuen" Ländern (CZ, SI, TR) angepasst,
  • das Europäische Peer Review Verfahren auf die berufliche Weiterbildung ausgeweitet,
  • eine face-to-face Peer Schulung entwickelt, um die Anwendung des Verfahrens zu verbessern und weiter zu entwickeln,
  • weitere praktische Erprobungen durchgeführt (Weiterbildung, weitere Schultypen inklusive Berufsschule) und
  • die nachhaltige Implementierung von Peer Review als Element des "gemeinsamen Bezugsrahmen für Qualitätssicherung" (CQAF) auf nationaler und europäischer Ebene unterstützt

Zielgruppen

  • Einrichtungen der beruflichen Bildung: Schulen, Trainingscenter, Unternehmen
  • ExpertInnen der beruflichen Bildung
  • Behörden
  • politische EntscheidungsträgerInnen (einschließlich Sozialpartner)
  • andere Anspruchsgruppen in der beruflichen Bildung.

Projektergebnisse

  • Ein adaptiertes Europäisches Peer Review Verfahren, welches die Bedürfnisse und spezifischen Situationen der beruflichen Weiterbildung und der "neuen" Länder mit einbezieht.
  • Lehr- und Werbematerial für alle Arten von Stakeholdern in der beruflichen Bildung zur Unterstützung der weiteren Verbreitung und des Transfers des Peer Review Verfahrens (Materialien von Projektpartnern, Peer Review Reader, Website).
  • Ein Curriculum für eine europäische Präsenz-Peer Schulung.

Koordination

öibf - Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung / Austrian Institute for Research onVocational Training
Biberstraße 5, 1010 Wien, Österreich, AT
E-Mail: oeibf@oeibf.at
Webseite: http://www.peer-review-education.net
Kontakt: Mag.a Dr.in Maria Gutknecht-Gmeiner

ProjektpartnerInnen

Höhere Lehranstalt für Mode und Bekleidungstechnik sowie künstlerische Gestaltung Herbststraße, Wien, AT
Berufsschule für Verwaltungsberufe, Wien, AT
ibc-:Hetzendorf, Wien, AT
National Institute of Technical and Vocational Education (NUOV), Prag, CZ
Odense Tekniske Skole, DK
Dalum UddannelsesCenter - College of Food and Technology, DK
Erhvervsskolen Hamlet, DK
Direcció general de Formació Professional i Educació Permanent. Departament d'Educació i Universitats (Generalitat de Catalunya), ES
Finnish National Board of Education (FNBE), FI
CECOA Centro de Formação Profissional paro o Comércio e Afins, PT
Slovenian Institute for Adult Education, SI
Çanakkale Onsekiz Mar University (COMU) & Ministry of Education, TR
Aberdeen College, UK