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Magazin erwachsenenbildung.at
Renate Schwammer

Wo ist unsere emanzipatorische Bildungsvision, wo ist sie geblieben?

Erinnerungsspuren

Die große Bildungsvision der 1970er und 1980er Jahre war es, Menschen aus unterdrückerischen Verhältnissen herauszuführen. Wurde aber auch tatsächlich im Sinne dieser emanzipatorischen Bildungsidee gehandelt? Die Autorin des vorliegenden Beitrages, 1983 selbst Erwachsenenbildnerin „der ersten Stunde“, blickt auf die Veränderungen der letzten Jahrzehnte im Bildungsdiskurs zurück und nimmt sich dabei selbst in die Pflicht. Konnte Bildung dem Hass, der Gewalt, der Entsolidarisierung entgegenwirken? Hat sie die Arbeitswelt menschlicher gemacht; den Menschen geholfen, einander besser zu verstehen? Dennoch: Herzensbildung und die emanzipatorische Bildung sind und bleiben, so eine der Schlussfolgerungen, Wegweiser und Baustein in einer gerechteren Welt: Durch emanzipatorische kritische Bildungsarbeit bestehe wenigstens die Chance, die Gesellschaft menschlicher erscheinen zu lassen, die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit zu stärken und Partizipation für sozial Benachteiligte in der Gesellschaft zu ermöglichen. Den Abschluss des Beitrages bildet der Appell an gerade die Älteren, die Mechanismen der Ausgrenzungen, der gesellschaftlichen Spaltungsversuche zu durchschauen und die Jugend nicht in die Falle des Hasses, der Hoffnungslosigkeit gehen zu lassen. (Red.)
  1. Renate Schwammer
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