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Magazin erwachsenenbildung.at
Lorenz Lassnigg, Stefan Vater

Editorial

Nachdem die Ressource Mensch und spezifische, überprüfbare Leistungen so wichtig geworden sind, wird zunehmend eine Rückbesinnung auf ein humanistisches Bildungsideal laut, das für die Entfaltung der persönlichen Fähigkeiten und Talente steht. Welche Bildung braucht es für gelebte Demokratie und Nachhaltigkeit? Kann der so gerne und nahezu selbstverständlich bemühte Humanismus hierfür auch ein Stolperstein sein? Was bedeuten Freiheitlichkeit und (Neo-)Liberalismus in diesem Zusammenhang? Die Beiträge der vorliegenden Ausgabe des „Magazin erwachsenenbildung.at“ setzen sich mit den Spannungen und Widersprüchen zwischen Humanismus, Demokratie und Freiheit auseinander und beziehen dabei Konzepte verschiedener (Vor-)DenkerInnen wie Humboldt, Schiller, Zweig, Arendt, Gutmann, Negt oder Spivak mit ein. Aufgezeigt werden zwei historische Bildungsansätze zur strategischen Lösung bestimmter Krisen: die „Akademie der Arbeit in Frankfurt am Main“ (gegr. 1921) und aus Kanada das „Antigonish Movement“ (seit 1928). Darüber hinaus werden eine Genossenschaft vorgestellt, die Bildung für ein demokratisches, nachhaltiges und am Gemeinwohl orientiertes Geld- und Finanzsystem einsetzt, und ein Institut, das untersucht, wie der Erwerb digitaler Kompetenzen die Selbstbestimmung der Menschen stärken kann. Abgerundet wird die Ausgabe von persönlichen Erinnerungen und Schlussfolgerungen von seit Jahrzehnten im Feld der Erwachsenenbildung tätigen PraktikerInnen und TheoretikerInnen, die alle gemeinsam eines einmahnen: weniger zu analysieren und stattdessen mehr zu tun. (Red.)
  1. Lorenz Lassnigg
  2. Stefan Vater
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