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Magazin erwachsenenbildung.at

Lern- und Bildungsräume

Nr.35/36 | Januar 2019 | ISSN 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Meb35/36 lotet in 22 Beiträgen aus, welche örtlichen und räumlichen Dimensionen sich für Lern- und Bildungsräume eröffnen und welche Möglichkeiten – aber auch Gefahren und Grenzen – mit der Pluralisierung der Bildungsräume verbunden sind.

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Regina Mikula, Sabine Klinger

Das „Flüchtende Café“ als interkultureller Begegnungsraum für Lern- und Bildungsprozesse

Ein Praxisbericht

Jeder Raum lässt sich, wie die Autorinnen dieses Beitrages ausführen, als eine Begegnungsperspektive erschließen. Das bedeutet, dass Menschen in einer Begegnung sich wechselseitig als solche anerkennen und andere vorab (nicht) ausgeschlossen werden. Wie und ob Menschen sich in der Fremde zu Hause fühlen, hängt von der Auseinandersetzung mit Differenzen und Homologien von Eigenem, Fremdem und dem Dazwischen ab. Erzählräume können hier einen sinnstiftenden Ort für Begegnungen und gegenseitiges Kennenlernen darstellen. Am Beispiel des „Flüchtenden Cafés“, einem Integrationsprojekt, das am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft der Universität Graz seinen Anfang nahm, zeigen die Autorinnen, wie im Sinne einer interkulturellen Bildungspraxis situativ räumliche Gegebenheiten (ob nun Café, Park, Universität oder Museum) atmosphärisch genutzt werden können. Menschen aus unterschiedlichen Kulturen werden über biografisch bedeutsame Lebensthemen an ausgewählten Orten dialogisch in Beziehung gebracht und können in ungezwungener Caféhausatmosphäre durch Leitfragen und Zwischenmoderationen an ihre bisherigen Erfahrungsschätze anknüpfen. Durch ein Hinausgehen aus umschließenden vertrauten Lernorten kann so eine Veränderung persönlicher und kollektiver Handlungs-, Denk- und Wahrnehmungsschemata gelingen. (Red.)
  1. Regina Mikula
  2. Sabine Klinger
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