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Magazin erwachsenenbildung.at

Lern- und Bildungsräume

Nr.35/36 | Januar 2019 | ISSN 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Meb35/36 lotet in 22 Beiträgen aus, welche örtlichen und räumlichen Dimensionen sich für Lern- und Bildungsräume eröffnen und welche Möglichkeiten – aber auch Gefahren und Grenzen – mit der Pluralisierung der Bildungsräume verbunden sind.

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Peter Dehnbostel

Betriebliche Lernorte, Lernräume und Selbstlernarchitekturen in der digitalisierten Arbeitswelt

Lernräume und Selbstlernarchitekturen sind im Diskurs der Erwachsenenbildung seit Jahren ein wichtiges Thema, nicht so in der betrieblichen Bildung, in der bislang eher von organisatorisch bestimmten Lernorten die Rede war. Mit der Digitalisierung der Arbeitswelt und restrukturierten Organisationskonzepten tritt aber ein grundlegender Wandel ein: Betriebliche Lernorte entgrenzen und erweitern sich, Lernräume und Lernarchitekturen treten hinzu. Der vorliegende Beitrag nimmt die historische Entwicklung des betrieblichen Lernorts und seiner Pluralisierung auf und thematisiert vorrangig die Veränderungen im Zuge der 4. industriellen Revolution. Dabei stehen sich erhöhte Selbststeuerungs- und Selbstbestimmungsmöglichkeiten und die ökonomische Verwertung der Arbeitskraft in einem zuvor unbekannten Ausmaß als Chancen und Risiken diametral gegenüber. Fazit des Autors: Arbeitsintegriertes Lernen ist nicht per se lern- und persönlichkeitsfördernd. Selbststeuerung und Selbstbestimmung in der digitalen Arbeit brauchen eine subjekt- und bildungsbezogene Verankerung und Orientierung, die es im Rahmen einer lern- und kompetenzförderlichen Arbeitsgestaltung auszubauen und zu gestalten gilt. (Red.)
  1. Peter Dehnbostel
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