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Magazin erwachsenenbildung.at

Öffentlichkeit und Markt: Wozu ein öffentliches Bildungswesen?

Nr.32 | Oktober 2017 | ISSN 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Ausgabe 32 des Meb stellt sich in fünfzehn Beiträgen den Privatisierungstendenzen in der Erwachsenenbildung und einer vertieften Auseinandersetzung zwischen Öffentlichkeit, Markt und Bildung.

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Michael Tölle

Deutsch als Zweitsprache: Wo der Markt (zu gut) funktioniert

Mit dem starken Zuzug von Menschen mit nicht-deutscher Erstsprache nach Österreich und der damit verbundenen steigenden Nachfrage nach Deutsch als Zweitsprache (DaZ)-Unterricht erfreut sich auch der Bedarf an diesbezüglichen TrainerInnenausbildungen einer noch immer steigenden Nachfrage. Dies schafft neue Beschäftigungsmöglichkeiten für ErwachsenenbildnerInnen. Es tun sich jedoch auch neue Fragen hinsichtlich Qualität und Umfang der Ausbildung sowie der Finanzierung auf. Der Autor bietet in seinem Beitrag einen Überblick über die Preisspanne verschiedener DaZ-Angebote am Markt und stellt die Frage, warum die DaZ-Ausbildung im selbstfinanzierten bzw. selbst zu finanzierenden Bereich verharrt. Er weist auf den Widerspruch hin, dass der Deutsch-Spracherwerb – als Voraussetzung für eine „gelungene Integration“ – bei Drittstaatenangehörigen obligatorisches Erfordernis ist, zugleich aber an die Bewilligung der Aufenthaltserlaubnis gekoppelt und für diese Zielgruppe oftmals nicht finanzierbar ist. Abschließend entwirft der Autor seine eigene Vision eines öffentlich finanzierten „Zentrums für die österreichische Sprache“ und schlägt eine öffentliche Initiative DaZ vor, ähnlich der Initiative Erwachsenenbildung. (Red.)
  1. Michael Tölle