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Magazin erwachsenenbildung.at

Kompetenzen von Erwachsenen. Zu wenig Resonanz auf PIAAC?

Nr.23 | Oktober 2014 | 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Nachdem im Oktober 2013 erste Ergebnisse der PIAAC-Studie präsentiert wurden, beschäftigt sich die vorliegende Ausgabe nun kritisch mit den praktischen, politischen und methodischen Konsequenzen aus PIAAC.

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Anja Franz

Das Menschenbild von PIAAC. Eine sehr eingeschränkte Sicht auf den Menschen und auf Bildung

Was ist der Mensch? Wie sollte der Mensch sein? Und: Was sollte der Mensch warum tun? Menschenbilder können Ergebnis oder Hypothese eines Forschungsprozesses sein. Sie können aber auch als unhinterfragte, quasi selbstverständliche Annahme am Beginn eines Forschungsprozesses und damit einer Beweiskette stehen, ohne je bewusst einer Reflexion unterzogen worden zu sein. Dieser Beitrag rekonstruiert das Menschenbild von PIAAC (Programme for the International Assessment of Adult Competencies) mittels einer Dokumentenanalyse der wichtigsten öffentlichen Strategiepapiere, die die OECD in der Planungsphase der Studie bis 2005 herausgegeben hat. Schlussfolgerung der Autorin ist, dass das Menschenbild, das der PIAAC-Studie zugrunde liegt, den Wirtschaftsmenschen (Homo oeconomicus) in den Mittelpunkt stellt. Er/sie soll sich, idealerweise lebenslang lernend, die definierten Kompetenzen aneignen und diese bis in ein hohes Lebensalter erhalten. Bildung ist diesem Menschenbild zufolge nicht im klassischen Sinne ein Wert an sich. Vielmehr wird mit Bildung ein ökonomischer Nutzen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene verbunden. (Red.)
  1. Anja Franz