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Neue Online-Vortragsmethoden: so bleiben ZuhörerInnen munter

29.07.2021, Text: Birgit Aschemann und Martina Lindsberger
Mit spezifischen Tools und Tipps für Online-Didaktik erwachen Vorträge zum Leben.
  • Foto: Unsplash Lizenz, Tim Mossholder, https://unsplash.com/
    Interaktion und die Aktivierung des Auditoriums in Vorträgen sind essentiell in Live-Online-Lernsettings
Vorträge bleiben ein Fixum im Programm der Online-Veranstaltungen, und das auch in Zeiten von „zoom-Fatigue" und einer sinkender Aufmerksamkeitsspanne. Folgende Tools und Methoden machen es möglich:

 

Mentimeter statt Powerpoint

Die Präsentationssoftware Mentimeter eignet sich sehr gut, um Online-Vorträge mit Interaktion zu verbinden und sich Powerpoint ganz zu ersparen. Viele kennen Mentimeter vor allem von Abstimmungen und Umfragen, aber in dieses Tool lassen sich Grafiken genauso integrieren wie Powerpoint-Slides. So kann man beim Präsentieren live zwischen Präsentation und Umfragen abwechseln, indem man Mentimeter im Präsentationsmodus per Screenshare teilt. Das Ergebnis ist eine flüssige Abfolge von Präsentation und Beteiligung und bewährt sich auch in Settings mit über 300 TeilnehmerInnen bestens – sichtbar zum Beispiel in einem interaktiven Vortrag von Nele Hirsch.

 

Miro statt prezi

Ähnlich wie prezi wirkt eine Präsentation mit der Whiteboard-Plattform Miro. Miro eignet sich ideal, um die Inhalte eines Vortrags immer wieder überblickhaft darzustellen und punktuell in die Tiefe zu tauchen. Der Inhalt für Interaktion und Vertiefung lässt sich einfach auf Miro integrieren und kann dort (als Datei, Grafik und per Links) einfach präsentiert werden. So initiiert man die Zusammenarbeit in der Gruppe direkt in der Präsentation.

 

Aktivierung mit Powerpoint

Sogar wer sich für eine Powerpoint-Präsentation entscheidet, kann Interaktionen direkt in den Vortrag einbinden. Michael Ziereis, Spezialist für Medien im Training bei nuwave-media, kennt dafür zahlreiche Möglichkeiten: „Besonders interessant sind für viele eine Fehlersuche oder Schätzfragen. In beiden Fällen kann man direkt mit den Schulungsinhalten arbeiten. Das ist etwas ganz anderes als eine zusammenhanglose Aktivierung." So wäre eine Fehlersuche mit Bild möglich anhand der Frage „Welches Element gehört nicht zur Grundausstattung eines Rettungssanitäters?" – und eine Schätzfrage im medizinischen Kontext könnte etwa so lauten: „Wie viele Ihrer Patienten nehmen nach einem Jahr ihre Medikamente noch wie verschrieben ein?". All dies lässt sich gut in PowerPoint vorbereiten. Bei einigen Videokonferenz-Tools kann man sogar direkt auf den PowerPoint-Folien zeichnen, wenn man das Whiteboard freigibt.

 

Erfolgreiche Einladung zum Mitreden

Die aktive Einbindung des Auditoriums ist in Vorträgen generell zentral. Wenn man jedoch Fragen offen in die Runde stellt, erntet man oft großflächig Schweigen: Der abrupte Übergang vom Zuhören zum Sprechen stellt für viele eine Hürde dar. Besser ist es, offene Antworten zunächst schriftlich zu sammeln, sei es per Chat oder Texteditor. Daraufhin können anhand der Antworten einzelne Personen gezielt zum Sprechen eingeladen werden. Das punktuelle Mitreden in Vortragssequenzen wird auf diesem Weg einfacher.


Man sieht also: Vorträge müssen nicht ermüden – und sie dürfen auch weiterhin im Programm des Live-Online-Lernens bleiben.

Weitere Informationen:
• Good Practice Beispiel 1: Vortrag von Nele Hirsch 
• Good Practice Beispiel 2: Vortrag von Christian Freisleben-Teutscher 
Mentimeter
Miro
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Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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