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„Die EB wird immer digitaler – wie unser gesamter Alltag“

16.02.2021, Text: Birgit Aschemann und Karin Kulmer, Redaktion/CONEDU
TeilnehmerInnen eines wEBtalks reflektierten das Verhältnis zwischen Zeit und Erwachsenenbildung. Dabei zeigte sich: die drängendsten Fragen haben mit der Digitalität zu tun.
  • Foto: Pixabay Lizenz, mohamed_hassan, https://pixabay.com
    Der Trend zu digitalen und Blended-Formaten wird sich in der Erwachsenenbildung auch nach der Krise fortsetzen, so die Community. Derzeit findet viel digitale Professionalisierung im Feld statt.
„Erwachsenenbildung und Zeit" – so lautete das Thema eines wEBtalk im Jänner 2021. Im Zuge der Anmeldung hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihre eigenen Eindrücke zum Thema zu schildern. Etwa 60 ErwachsenenbildnerInnen beteiligten sich an der Umfrage, und ein großer Teil von ihnen bezog sich dabei explizit auf Digitalisierung. Eine anonymisierte Auswertung zeigt, was die Community zu diesem Thema beschäftigt.

 

„Durch die Zeitbrille gesehen: Wie verändert sich Erwachsenenbildung?"

Die Erwachsenenbildung bietet zunehmend digitale oder Blended-Formate – dieser Trend wird sich nach Auffassung mehrerer TeilnehmerInnen auch nach der akuten Corona-Krise fortsetzen. Sie erwarten, dass Medienkompetenz und Selbstorganisationsfähigkeit zukünftig weiter steigen und die Zielgruppen sich verändern bzw. erweitern werden. Andererseits wird mit der Digitalität auch Zeitdruck, Verlust von Pausen- und Reflexionszeiten und erhöhte Konkurrenz zwischen den Anbietern assoziiert.

 

Als großen Vorteil von Online-Angeboten streichen die TeilnehmerInnen deren hohe Reichweite und Zugänglichkeit hervor. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach kürzeren, flexiblen und personalisierten Angeboten – die Formate verändern sich also.

 

Mehrere TeilnehmerInnen berichten von Online-Angeboten, in denen im Vergleich zur Präsenz weniger Austausch und Beteiligung möglich sei. Dabei gibt es bereits zahlreiche Methoden und Technologien, die Begegnung und Beziehungsdidaktik in Online-Veranstaltungen ermöglichen. Diese werden in Zukunft noch verstärkt in digitale Formate Einzug halten müssen. „Die Erwartung wird sein, dass Online-Angebote die Vorteile von Präsenzangeboten stärker nachempfinden, etwa lockere Gespräche in den Pausen", so eine Rückmeldung.

 

„Wie beschäftigt Sie konkret die Frage nach der Kategorie Zeit?"

Rund ein Drittel der Antworten auf diese Frage bezogen sich auf die Digitalität, die offenbar auch eine neue Bezugnahme auf Zeitlichkeit erfordert. Dazu gehören spezifische Fragen nach dem optimalen Gestalten von Online-Situationen, aber auch allgemeine Überlegungen zur Formate-Planung, Online-Didaktik, Zeitgestaltung oder Finanzierung von Online-Formaten. Neue Angebote sollen den TeilnehmerInnen zufolge nicht nur „ein Strohfeuer in der Krise" sein, sondern nachhaltig ins Standardprogramm aufgenommen werden. Auch die Personalsuche verändert sich – digitale Kompetenzen werden für Lehrende, BeraterInnen und BildungsmanagerInnen immer wichtiger.

 

„Wie machen wir wirklich gute Online-Angebote?" ist für viele ErwachsenenbildnerInnen derzeit eine der drängendsten Fragen. Der qualitätsbewusste und zugleich lösungsorientierte Charakter der Fragestellungen deutet darauf hin, dass derzeit viel digitale Professionalisierung im Feld stattfindet, welche die Online-Angebote nachhaltig weiter verbessern wird.

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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