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Förderung für Fachkräfteausbildung von Zeitarbeitskräften

Für wen ist die Förderung gedacht?

  • Für Zeitarbeitskräfte mit einer (abgebrochenen) Lehre ohne Lehrabschlussprüfung
  • Für angelernte Zeitarbeitskräfte, die einen Lehrabschluss anstreben

Voraussetzungen

  • Sie sind in einem aufrechten Arbeitsverhältnis als Zeitarbeitskraft und erfüllen die Anforderungen einer Bildungskarenz (Bildungskarenz/Bildungsteilzeit) oder eines Fachkräftestipendiums.
  • Förderungen von Fachkräfteausbildungen (inkl. Neben- und Prüfungskosten) durch den SWF für Zeiten nach Eintritt der Arbeitslosigkeit bzw. nach Übernahme durch den Beschäftiger bedürfen der Zustimmung des Vorstands.
Achtung: Wenn Ausbildungen über den Status „Arbeitslosigkeit" neu begonnen bzw. beendet werden, dann darf die (verbleibende) Ausbildungszeit nicht länger als 3 Monate pro Jahr andauern, da ansonsten der Status „Arbeitslosigkeit" verloren geht (siehe § 12 Abs. 5 AlVG).
 
 
Die Förderung von Aus- und Weiterbildungen für Zeitarbeitskräfte, die sich im ersten Beschäftigungsmonat befinden, ist ausgeschlossen, ebenso für Zeitarbeitskräfte in geringfügiger Anstellung in den ersten 3 Monaten der Beschäftigung.
 

Sie beziehen gleichzeitig keine andere Förderung für dieselbe Weiterbildung.


Was wird gefördert?

  • Förderung für die Zeitarbeitskräfte: Finanzierung der Ausbildungskosten/Prüfungskosten zur Fachkraft und Zahlung eines Zuschusses zum Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld oder zum Fachkräftestipendium, damit Sie keine finanziellen Einbußen erleiden.

  • Förderung für die Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen: Refundierung der Ausbildungskosten/Prüfungskosten zur Fachkraft bzw. falls die Dauer der Ausbildung die Dauer der Bildungskarenz/Bildungsteilzeit/Fachkräfteausbildung übersteigt, ist Lohnkostenrefundierung möglich (Antragsstellung durch Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen notwendig).

Seit 01.01.2021 werden Fachkräfteausbildungen (auch bei Bildungskarenz/-teilzeit und Fachkräftestipendium) nur mehr bis zu einer Ausbildungsdauer von 1 Jahr gefördert.

Es werden Lehrgänge für die Vorbereitung auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung (aLAP) gefördert für deren Absolvierung grundsätzlich die Voraussetzungen der Bildungskarenz bzw. in Ausnahmefällen des Fachkräftestipendiums des AMS erfüllt sein müssen.

  • Die Fachkräfteausbildungen liegen schwerpunktmäßig in den Berufsfeldern „Metall-“ und „Elektrotechnik“. Ziel ist die Ausbildung zur Fachkraft.

Hinweis: Nach Ende der Ausbildungszeit muss das Arbeitsverhältnis zumindest noch ein Monat lang aufrecht bleiben.

Detaillierte Informationen dazu finden Sie in der SWF-Leistungsordnung.


Wie hoch ist die Förderung?

Nach Maßgabe der Mittel.

Für das Jahr 2021 stehen insgesamt 200 Ausbildungsplätze zur Verfügung.

Fachkräfteausbildungen werden jeweils bis zu einem Betrag von € 15.000,- inkl. USt. pro Zeitarbeitskraft und Beschäftigungsjahr gefördert.

Sollte die Zeitarbeitskraft die vereinbarte Fachkräfteausbildung allerdings mit weniger als 75 % der gesamten Ausbildungszeit besuchen, übernimmt der SWF nur 50 % der vorab genehmigten Kosten. Die restlichen Kosten muss die Zeitarbeitskraft selbst bezahlen.

Zudem sind Förderleistungen für Zeitarbeitskräfte in geringfügiger Anstellung mit € 100,- pro Beschäftigungsjahr begrenzt.

 


Vorgehensweise und wichtige Termine

  • Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber (= Ihr Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen), ob er Sie im Rahmen einer Bildungskarenz oder eines Fachkräftestipendiums ausbilden lassen möchte.
  • Wenden Sie sich für ein verpflichtendes Beratungsgespräch direkt an den SWF. Ohne Gespräch und schriftliche Zusage durch den Vorstand ist keine Förderung möglich.
  • Der, beim SWF gelistete Schulungsträger stellt fest, ob Sie für die Ausbildung geeignet sind (Potentialcheck bzw.-analyse vor Ausbildungsbeginn zwingend erforderlich).
  • Sie schließen eine Karenzierungsvereinbarung mit Ihrem Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen für die Dauer der Ausbildung ab.
  • Ihr "Wohnsitz-AMS" genehmigt die Bildungskarenz bzw. das Fachkräftestipendium.
  • Ihr Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen reicht die Förderantragsunterlagen beim SWF ein. Die weitere Administration erfolgt durch den SWF.
Den detaillierten Förderablauf finden Sie im zugehörigen Prozessablauf.

Was Sie noch interessieren könnte

Hinweis: Gewerbliche Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen der gewerblichen Arbeitskräfteüberlassung können für ihre Zeitarbeitskräfte in einem Zeitraum von drei Jahren maximal € 200.000,- aus dem Fonds beziehen (De-minimis-Regelung) bzw. das 2- bis 3-fache der im Förderzeitraum eingezahlten Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds. Bei Förderabwicklung über die Zeitarbeitskraft bestehen diese beiden betraglichen Beschränkungen nicht.

Kontakt

Sozial- und Weiterbildungsfonds der Arbeitskräfteüberlassung Österreich (SWF)
1120 Wien, Altmannsdorfer Straße 89/3/9
Telefon: +43 1 890 90 84 -0
Mail: office@swf-akue.at
Webseite: https://www.swf-akue.at/

 

 


Zuletzt bestätigt

Diese Information wurde zuletzt am 16.02.2021 vom Fördergeber aktualisiert.

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