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Vortrag und Diskussion: „Die Kulturelle Erwachsenenbildung: Bedeutung, Strukturen, Perspektiven“

Datum: 26.01.2022 | Ort: Wien
Veranstalter: Jourfixe Bildungstheorie | Bildungspraxis
Kosten: kostenfrei
Im Zentrum des Abends stehen empirisch-theoretische Erkenntnisse und praxisbezogene Einblicke in den Bereich der Kulturellen Bildung. Sie resultieren aus einer langjährigen Beschäftigung mit der Kulturellen Erwachsenenbildung in einer Arbeitsgruppe an der Humboldt-Universität zu Berlin, an der Leibniz-Universität Hannover und am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung und damit verbundenen Kooperationen mit verschiedenen Verbänden und Trägern für Erwachsenenbildung (Volkshochschulen und andere öffentliche Träger, aber auch Initiativen, Kulturinstitutionen etc.). Es wird gezeigt, wie dieser Wissenschaft-Praxis-Kontakt und diese langaufgebaute Beschäftigung mit dem Bereich Begriffe und Modelle für die Praxis bereitgestellt haben und wie diese zur Reflexion Kultureller Erwachsenenbildung anleiten. Die Grundzüge dieses Reflexionssystems werden dargestellt und an Beispielen erläutert. Diskutiert werden aber vor diesem Hintergrund auch spezifische Zukunftsfragen der Kulturellen Erwachsenenbildung, gerade auch im Übergang zu interund transkulturellen Fragen. Dabei werden die Bedarfe für Programmplanung und Angebotsentwicklung im Bereich der Kulturellen Erwachsenenbildung in Österreich und in Deutschland zusammengetragen.

 

Kulturelle Bildung ist ein Kernbereich der Allgemeinen Erwachsenenbildung: Kurse und Lehrgänge für Malerei, Fotografie, Theater, Literatur usw., aber auch künstlerisch-kreative Aktivitäten im öffentlichen Raum, eröffnen Wege zu Kunst und Kultur für alle. Es geht in der Kulturellen Bildung der EB um praktisch-selbsttätige Zugänge ebenso wie um rezeptive und kommunikative Zugänge im Gesamtspektrum von Hochkultur und Popkultur, Soziokultur und Alltagskultur.

 

Das Format Jourfixe Bildungstheorie | Bildungspraxis präsentiert dieses Mal Bereiche und Beispiele Kultureller EB, fragt in welcher Form Kulturelle Bildung zur Erweiterung von Selbst- und Weltwahrnehmung und dem Verstehen anderer beiträgt - und welchen bildungspolitischen Stellenwert sie dadurch hat oder haben müsste. Die Veranstaltung konfrontiert die humanistischen und demokratiepolitischen Ideale der Kulturellen EB mit postkolonialer Kritik und mit der Frage nach der sogenannten Systemrelevanz von Kunst und Kultur in der Pandemie. Um Anmeldung wird gebeten.


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