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Online-Lernplattform für Globales Lernen

09.02.2015, Text: Karin Kulmer, Online-Redaktion
In elf Modulen interaktiv globale Zusammenhänge verstehen lernen: auf der Lernplattform monda.eu ist dies nun möglich. (Serie: Europäisches Jahr der Entwicklung 2015)
  • (C) monda.eu Grafik: monda.eu
    Global Lernen - interaktiv und selbstorganisiert
  • (C) monda.eu Grafik: monda.eu
    Lernplattform behandelt die Probleme unserer Zeit
Wir leben in einer komplexen Welt, in der sich globale Entwicklungen in unserem alltäglichen Leben widerspiegeln: unser Handy wird in China hergestellt, unser Kaffee kommt aus Brasilien und unsere Schuhe aus Bangladesch. Die steigende globale Vernetzung eröffnet Chancen für neue Kontakte und Erfahrungen, ist für viele Menschen aber auch mit negativen Auswirkungen verbunden. Der Ansatz des Globalen Lernens vermittelt uns Hintergrundwissen über die Prozesse der Globalisierung und zeigt uns Möglichkeiten auf, wie wir verantwortungsvoll handeln können - im Sinne einer global nachhaltigen Entwicklung. Die neue Lernplattform monda.eu vermittelt diese Inhalte in elf Lernmodulen, die jeweils einen anderen Teilaspekt der Globalisierung behandeln.

 

Selbstorganisiert globale Zusammenhänge erfassen

Die Lernplattform möchte Menschen aus Europa und darüber hinaus dazu anregen, sich selbständig mit globalen Problemen unserer Zeit auseinanderzusetzen und Handlungsmöglichkeiten für mehr globale Gerechtigkeit zu erkennen. Interessierten bietet die Plattform ein breites Themenspektrum, beispielsweise Weltwirtschaft, Entwicklung über Menschenrechte, Armut, Migration oder Umwelt. "Wir haben Spiele und Methoden entwickelt, die die Teilnehmenden die Welt entdecken lassen. So kann sich jeder selbst eine Meinung bilden.", berichtet die Projektleiterin Susanne Paschke von der entwicklungspolitischen Organisation Südwind. Simulationsspiele, Videos und Forumsdiskussionen sorgen dafür, dass der Lernprozess interaktiv, partizipativ und dialogisch abläuft.

 

Beispiel: Modul "Globalisierung"

Der Kursinhalt zum Thema Globalisierung besteht aus 23 Seiten mit Arbeitsaufträgen, die Interessierte in ca. vier Stunden absolvieren. Zu Beginn können die TeilnehmerInnen ihr Wissen in einigen Einführungsfragen testen. Zum Beispiel: "Welches Printmedium wird in 62 Sprachvarianten gedruckt und hat eine Jahresauflage von 211 Millionen Stück?" Die richtige Antwort? Der IKEA-Katalog. Nach den Einführungsfragen folgen Übungen zum Tagesablauf, bei der NutzerInnen reflektieren sollen, woher die Ressourcen kommen, die sie täglich benutzen.

 

Hintergrundinformationen zur Globalisierung in Text- und Videoformat sind im Kurs ebenso vertreten wie ein Organisationen-Quiz: "Ich bin die wichtigste globale Organisation, wurde 1945 mit der Absicht gegründet, den weltweiten Frieden zu sichern, und habe 193 Mitgliedsstaaten" - Richtig, die Rede ist von den Vereinten Nationen. Zum Abschluss des Moduls können die Teilnehmenden mit Hilfe von Feedbackfragen die Inhalte und das eigene Verständnis von Globalisierung reflektieren. Einmal gegebene Antworten bleiben so lange gespeichert, bis sie die NutzerInnen überarbeiten oder löschen - so ist es auch kein Problem, wenn man die Lerneinheit zwischendurch unterbrechen muss

 

Kurszugang und Organisation

Nach einer Registrierung auf der Kurswebsite verfügen die Teilnehmenden über freien Zugang zu allen Inhalten und können sich in einem Diskussionsforum mit anderen NutzerInnen austauschen. Der Kurs ist derzeit in neun Sprachen verfügbar, ÜbersetzerInnen können sich für die Mitarbeit an weiteren Sprachversionen bei den OrganisatorInnen melden.

 

monda.eu ist ein Gemeinschaftsprojekt der entwicklungspolitischen Oganisation Südwind mit dem slowakischen Zentrum für Kommunikation und Entwicklung, der slowakischen Jugendorganisation Education@Internet und dem Studio Gaus aus Berlin.

 

Europäisches Jahr der Entwicklung #EYD2015

Mit Entschließung des Europäischen Parlaments vom 2. April 2014 wurde das Jahr 2015 als Europäisches Jahr der Entwicklung ausgerufen. Das Motto lautet "Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft". Unionsbürgerinnen und -bürger sollen besser über die Aktivitäten der Entwicklungszusammenarbeit der EU und ihrer Mitgliedstaate informiert werden. Sie sollen unmittelbarer in die Förderung und Politikgestaltung von Entwicklungszusammenarbeit eingebunden werden. Ziel ist auch, "ein Gefühl für gemeinsame Verantwortung, Solidarität und Chancen bei Bürgern in Europa und in Entwicklungsländern zu fördern".

Weitere Informationen: