Impressum | Sitemap | English

Six Thinking Hats: "Gut behütet" kreatives Denken fördern

02.01.2014, Text: Online-Redaktion
Die Kreativitätsmethode "Six Thinking Hats" fördert das flexible Umdenken und ermöglicht multiperspektivische Lösungen. (Serie: Methoden der Erwachsenenbildung)
  • Grafik: Wilfried Hackl/EDUCON
    Den Hut aufsetzen und die Rolle wechseln: eine Denkmethode
Probleme und Fragen können kreativ gelöst und beantwortet werden, wenn man in der Lage ist, verschiedene Perspektiven einzunehmen. Edward de Bono´s Methode "Six Thinking Hats" bzw. "Die 6-Hut-Methode" ist eine Denk- und Diskussionsmethode in Form eines Rollenspiels. Indem unterschiedliche Perspektiven eingenommen werden, kann sie beim Überwinden gewohnter Denkmuster helfen um so spontan möglichst unterschiedliche und ungewöhnliche Ideen entstehen zu lassen.

Die 6-Hut-Methode
Sechs verschiedene Hüte stehen für sechs verschiedene Denkrichtungen zu einem Problem oder einer Frage wie beispielsweise kritisch, kreativ, neutral, innovativ, usw. Durch das (symbolische) Aufsetzen eines Hutes wird das Problem oder die Frage aus der jeweiligen Perspektive untersucht. Durch das Einnehmen und Durchspielen dieser verschiedenen Perspektiven können so unterschiedliche, alternative Problemlösungen oder Ideen gefunden werden.Da es oft schwer fällt, gewohnte Perspektiven zu verlassen und sich neuen zu öffnen, kann diese Methode hilfreich für neue Ansätze sein. Die 6-Hut-Methode fördert die Fähigkeit des flexiblen Umdenkens, welches erlernt und trainiert werden kann. Sie kann in der Gruppe aber auch allein eingesetzt werden.

Edward de Bono: "Kreativität erlernbar"
Edward de Bono, Kreativitätsforscher, Psychologe und Mediziner, wird vielfach als "Vater kreativen Denkens" bezeichnet -  auch wenn es vor ihm und neben ihm viele weitere Impressarii hierfür gab. Er ist der Meinung, dass Kreativität grundsätzlich jede/r erlernen kann, jedoch müsse man den Willen dazu haben. Er prägte den Begriff des "lateralen Denkens", ein systematischer Ansatz, um inaktive Gehirn-Potentiale mit Hilfe formaler, kognitiver Kreativitätsmethoden nutzbar zu machen. Laterales Denken bedeutet de Bono zufolge, bewusst "um die Ecke" zu denken" und so Informationen neu anzuordnen. Hierbei geht es nicht um die Suche an richtigen Antworten, sondern nach unbekannten Mustern und Verbindungen.  

Edward de Bonon über Kreatives Denken

 

Serie "Methoden der Erwachsenenbildung"
Die Serie "Methoden der Erwachsenenbildung" ist ein Service von und für Studierende und EinsteigerInnen in das Berufsfeld der Erwachsenenbildung. Im Rahmen der Serie stellen wir einzelne Lehr-Lernmethoden sowie ihre Varianten und Einsatzmöglichkeiten vor. Wir unterscheiden dabei, welche Funktion die jeweilige Methode im Lehr-Lernprozess hat, zum Beispiel Informieren, Motivieren usw. Alle Beiträge zur Serie finden Sie hier.