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Mindmapping: Informationen ordnen und strukturieren

23.10.2013, Text: Online-Redaktion
Inhalte mit Hilfe von Mindmaps sammeln und strukturieren. (Serie Methoden der Erwachsenenbildung)
  • Foto: (C) iStockphoto.com/mattjeacock Foto: (C) iStockphoto.com/mattjeacock
    Methode zum Strukturieren, Visualisieren, Entwickeln und Merken
Mittels Mindmapping können Lernende Inhalte sammeln und die Aufzeichnungen in Form einer übersichtlichen Karte - manchmal auch als "Gedächtnislandkarte" bezeichnet - gestalten.

 

Sturktieren durch "Haupt- und Nebenäste"

Beim Mindmapping steht ein Thema oder ein Aspekt des Themas als Hauptbegriff im Zentrum, von dem aus verschiedene Zweige zu weiterführenden, spezifischen Themen/Aspekten führen. Subthemen dieses Hauptbegriffs werden im Uhrzeigersinn um den Hauptbegriff angeordnet (Hauptäste); davon gehen wiederum einzelne Begriffe ab (Nebenäste), die die Subthemen konkretisieren.

Einsatzmöglichkeiten
Neben der Ideenfindung und der Strukturierung von Inhalten kann Mindmapping auch eingesetzt werden, um Lehre vorzubereiten oder Protokolle zu erstellen. So kann Mindmapping sowohl individuell, beispielsweise bei der Vorbereitung der Lehre oder bei der Lektüre von Inhalten eingesetzt werden als auch in der Gruppe, etwa in Meetings oder im Seminar.

Strukturierung und Visualisierung, aber auch Kreativitäts- und Merktechnik
Nach der Erziehungswissenschafterin Brigitte Pyerin handelt es sich bei Mindmapping um ein graphisches Ordnungs- und Strukturierungsverfahren, das sprachliches und bildhaftes Denken zusammenbringt. Diese Methode ist sowohl Kreativitäts- und Notiz- als auch Merktechnik. Sie regt die Kreativität an, da sie beide Gehirnhälften in Anspruch nimmt. Mindmapping wurde im Jahr 1970 auf der Basis der damals modernen Gehirnforschung vom Mentaltrainer Tony Buzan entwickelt - zeitgleich, als Gabriele Rico das Clustering erfand, eine ähnliche Methode, die aber ohne hierarchische Strukturierung der Inhalte arbeitet.

Farben, Bilder, Nummerierungen einsetzen
Neben den Verzweigungen und Wörtern können auch Farben, Bilder sowie Einfügungen, Nummerierungen und Hinweispfeile beim Mindmapping eingesetzt werden. Farben unterstützen das Gehirn in seiner "Denk-Organisation" und sprechen Menschen emotional an. Sie können auch bei der Verfolgung des roten Fadens und bei der Ausgrenzung bestimmter Themen helfen. Bilder helfen, die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema zu lenken. Bilder und Symbole werden schnell mit Begriffen assoziiert - somit ist ein schnelleres Erinnern möglich. Nummerierungen und Pfeile helfen dabei, Ordnung in das Mindmap zu bringen.

Tools für Mindmapping
Mindmaps können analog - mit einem leeren Blatt Papier und (farbigen) Stiften erstellt werden. Es gibt aber auch Computerprogramme zur Erstellung von Mindmaps. Sehr bekannt, weil es schon lange Zeit am Markt besteht, ist ein kostenpflichtiges Mindmap-Programm von Mindjet, der "MindManager". Dieses hat eine sehr umfangreiche Funktionalität und erlaubt Vernetzungen mit Microsoft-Anwendungen wie dem Outlook-Terminkalender. Eine kostenlose Alternative dazu ist etwa "XMind". XMind ist dem MindManager sehr ähnlich und erlaubt auch das Öffnen und Bearbeiten von MindManager-Dateien. Auch kostenlose Online-Tools zum Mindmapping gibt es längst, wie etwa Mindmup.

Was ist Mindmapping? Interview mit Mindmapping-Erfinder Tony Buzan


Serie "Methoden der Erwachsenenbildung"
Die Serie "Methoden der Erwachsenenbildung" ist ein Service von und für Studierende und EinsteigerInnen in das Berufsfeld der Erwachsenenbildung. Im Rahmen der Serie stellen wir einzelne Lehr-Lernmethoden sowie ihre Varianten und Einsatzmöglichkeiten vor. Wir unterscheiden dabei, welche Funktion die jeweilige Methode im Lehr-Lernprozess hat, zum Beispiel Informieren, Motivieren usw. Alle Beiträge zur Serie finden Sie hier.