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Neues Dossier: Barrierefreie Erwachsenenbildung

25.02.2019, Text: Bianca Friesenbichler, Online-Redaktion
Das neue Dossier ist ab sofort in der Rubrik "Themen" von erwachsenenbildung.at online sowie als E-Paper und E-Book verfügbar.
  • Grafik: Alle Rechte vorbehalten, biv - die Akademie für integrative Bildung, https://www.trueffelpix.com
  • Grafik: CC BY, Sabine Schnepfleitner/CONEDU, auf erwachsenenbildung.at
"Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden", heißt es in der Österreichischen Verfassung. Um Zugang zu (Erwachsenen-)Bildung zu bekommen bzw. daran teilnehmen zu können, benötigen Personen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen aber spezifische Hilfestellungen und Informationen.

 

Barrierefreiheit in der Praxis

Beatrix Eder-Gregor, Eva-Maria Speta und Karl Bäck stellen in ihrem Dossier zur barrierefreien Erwachsenenbildung Beispiele vor, wie Barrierefreiheit in der Praxis umgesetzt werden kann. Diese reichen vom Bildungsangebot über die Weiterbildung von MitarbeiterInnen bis zur Präsentation einer Bildungseinrichtung nach außen. Darüber hinaus bieten die AutorInnen einen Überblick über gesetzliche Grundlagen und die Geschichte der inklusiven Bildung.

 

Barrierefreiheit in der Bildungseinrichtung

Um barrierefrei zu werden, sind für eine Bildungseinrichtung sowohl bauliche, als auch organisatorische Maßnahmen umzusetzen. Zu den baulichen Maßnahmen zählen etwa die Installation von "induktiven Höranlagen", die Entfernung potenzieller Hindernisse, das Anbringen von kontrastreichen Markierungen und Orientierungstafeln und einen schwellenlosen und ausreichend breiten Zugang vom Parkplatz bis zum Kursraum und zur Toilette.

 

Organisatorisch kann eine Bildungseinrichtung bei Bedarf SchriftdolmetscherInnen, GebärdensprachdolmetscherInnen und LernassistentInnen zur Verfügung stellen.

 

Inklusive Kurs- und Seminarmodelle

Barrierefreie Kurse unterscheiden sich nicht grundlegend von anderen. Sie gehen gezielt auf die Bedürfnisse und Bedarfe der einzelnen TeilnehmerInnen ein. Um dies zu gewährleisten, sollten die Gruppen möglichst klein sein (max. 6-10 Personen), es sollten entsprechend aufbereitete Skripten zur Verfügung gestellt werden, damit die TeilnehmerInnen nicht mitschreiben müssen. Zudem empfiehlt es sich, Menschen mit Behinderungen vor der ersten Einheit ein Vorgespräch anzubieten, um die jeweiligen Bedarfe direkt zu erfragen und gegebenenfalls Assistenzpersonen für den Kurs organisieren zu können.

 

Vertiefende Diskussion im wEBtalk am 25.03.2019

Die Herausforderungen bei der Planung und Durchführung barrierefreier Bildungsangebote diskutieren die Dossier-AutorInnen Eva-Maria Speta und Karl Bäck sowie der Direktor des barrierefreien Bildungshauses Schloss Retzhof, Joachim Gruber, in einem wEBtalk.

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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