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Steirische Weiterbildungsdatenbank wird neu ausgerichtet

18.02.2019, Text: Bianca Friesenbichler, Online-Redaktion
Das neue Konzept der Steirischen Weiterbildungsdatenbank orientiert sich an den UserInnen und berücksichtigt Bedürfnisse von Anbietern und KundInnen.
  • Bild: CC0 public domain, timothy muza/unsplash.com
    Eine Umfrage zur Datenbank bildet den ersten Schritt in Richtung Neugestaltung.
Das Bildungsnetzwerk Steiermark hat zwischen August und September 2018 eine Umfrage unter steirischen Einrichtungen der Erwachsenenbildung zu ihrem Digitalisierungsgrad und der Online-Kommunikation ihres Bildungsangebots durchgeführt. Befragt wurden 290 Ansprechpersonen für die aktuell in der steirischen Weiterbildungsdatenbank eingetragenen 159 Organisationen sowohl nach dem Status Quo, als auch nach ihren Plänen für die kommenden fünf Jahre. Der Rücklauf lag bei 20%.

 

Viele verwalten ihre Kurse digital, aber oft ohne spezifisches IT-System

73% der Befragten gaben an, Kurse digital zu verwalten. Die offene Frage nach den benutzten Systemen für die digitale Erfassung und Verwaltung der Bildungsangebote ergab allerdings, "dass weniger als 50% der Einrichtungen in der Steirischen Erwachsenenbildung ein IT-System zur Administration der Angebotsdaten zur Verfügung haben. Vielerorts wird mit Word oder Excel-Listen gearbeitet", so Peter Kerngast, der verantwortliche Projektleiter im Bildungsnetzwerk Steiermark. Er sieht hier einen hohen Digitalisierungsbedarf, bei dessen Deckung das Bildungsnetzwerk künftig aktiv unterstützen wird.

 

Internet in Kursen und Moodle genutzt, aber wenig E-Learning-Angebote

55% der Einrichtungen gaben an, das Internet in Kursen und Seminaren einzusetzen und auch Plattformen wie Moodle zu nutzen (41%). E-Learning-Angebote wie Webinare oder MOOCs hingegen werden von den steirischen Einrichtungen noch kaum eingesetzt, ebenso Gamification bzw. Game-based Learning.

 

Digitale Kursverwaltung, Internet in Kursen, Moodle und Webinare als zukunftsrelevant bewertet


Für die Zukunft sehen die Befragten weiterhin hohe Relevanz in der digitalen Kursverwaltung (96%), aber auch im Einsatz des Internets in Kursen und Seminaren und in E-Learning Plattformen wie Moodle (jeweils 89%). Auch Webinare werden von vielen Befragten (87%) als relevant für die Zukunft gesehen. Wenig Relevanz für die Zukunft messen sie demgegenüber MOOCs und Gamification bei.

 

Website und persönliche Empfehlungen als zentrale Kanäle für KundInnen-Akquise

Im Hinblick auf den Digitalisierungsgrad der Medien-Nutzung in der Kommunikation des Bildungsangebots zu den KundInnen sind aktuell und auch perspektivisch zwei Kanäle obenauf: Die eigene Website und persönliche Empfehlungen. Flyer und das gedruckte Bildungsprogramm sind aktuell relevante Kanäle für die KundInnen-Akquise, deren Bedeutung die Anbieter als rückläufig einschätzen. Dahingegen werden laut ihrer Einschätzung Soziale Medien in Zukunft wichtiger.

 

Mit Hilfe der Weiterbildungsdatenbank sollen Angebote im Web besser auffindbar werden

In der Neukonzeption der Datenbank spielt daher der Mehrwert für die Anbieter v.a. hinsichtlich einer besseren Auffindbarkeit ihrer Angebote im Web eine große Rolle: "Die Gestaltung von Content ist das Um und Auf. Wenn wir den Bildungsanbietern beispielsweise Informationen über die UserInnen aufbereiten können, die die Weiterbildungsdatenbank via Google-Suche erreichen, wäre das eine große Unterstützung für die Programmplanung.", so Peter Kerngast. Suchmaschinenoptimierung, Google-Werbung und die sogenannte semantische Suche seien daher unter anderem Themen, mit denen man sich bei der Weiterentwicklung der Steirischen Kursdatenbank Weiterbildungsdatenbank intensiv auseinandersetze.

 

Ausblick: Steirische Kursdatenbank Weiterbildungsdatenbank und weitere Erhebungen

"Die Umfrage war der erste Ansatz, ein Monitoring in der Steiermark zu etablieren", so Kerngast. Weitere Umfragen bzw. der Aufbau von User Research mit wissenschaftlicher Begleitung durch die Kooperationspartnerschaft mit dem Master-Studiengang Content Strategie an der FH JOANNEUM seien geplant.


Anfang Juni 2019 wird die Basisversion der neuen Webplattform zur Suche von Bildungsangeboten online sein, danach werden mit der fördergebenden Stelle beim Land Steiermark in der Abt. "Bildung und Gesellschaft" die weiteren Schritte geplant.

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